Tattoo-Ideen

Tattoo-Vorlagen: Linienmotive zum Ausdrucken

40 originale Vorlagen zum Thema Tattoo-Vorlagen, für InkCraft gezeichnetVon Aktualisiert am

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Bevor die Nadel Farbe in die Haut bringt, überträgt der Tätowierer einen Stencil: die Kontur des Motivs, gedruckt auf Thermopapier. Die Vorlagen hier sind in den Linienstilen gezeichnet, die schon selbst Stencil sind, und lassen sich in der Größe ausdrucken, die dein Tattoo haben soll.

Tippe auf eine Vorlage, um sie im Simulator auf deiner eigenen Haut zu sehen, ohne Anmeldung.

Was ist eine Tattoo-Vorlage, und wann ist sie ein Stencil?

Im Studio meint Vorlage zweierlei. Das eine ist das Bild, das du mitbringst, ein Foto, eine Zeichnung, ein Screenshot. Das andere ist der Stencil, den der Tätowierer daraus macht: Er druckt oder zeichnet die Linien auf Thermotransferpapier, trägt auf die rasierte und gereinigte Haut eine Stencil-Lösung auf, drückt das Blatt an und zieht es wieder ab. Zurück bleibt eine violette Kopie der Kontur, an der entlang die Nadel arbeitet. Schattierung, Farbe und die eigene Hand des Tätowierers kommen erst danach.

Deshalb ist nicht jede Vorlage ein Stencil. Ein fertig schattiertes Bild ist eine Referenz, aus der jemand erst eine Kontur ableiten muss, und dabei entscheidet der Tätowierer, welche Linien bleiben. Die 40 Vorlagen dieser Seite sind von vornherein als Linie gedacht: Linework stellt 19 davon, Geometrie 13, Fine Line und der minimalistische Stil je vier. Bei ihnen steht jede Linie, die später in der Haut sitzt, schon auf dem Papier, und nichts hängt an einer Schattierung, die erst noch erfunden werden müsste.

Gezeichnet wurden sie für diese Seite, und für dein eigenes Tattoo darfst du jede ausdrucken, abpausen und zum Beratungstermin mitnehmen. Unter den Motiven sind Welle, Pfingstrose, Rose, Kreuz, Schlange, Schmetterling, Löwe, Tiger, Phönix, Lotus, Eule, Kompass und Anker, dazu eine freie abstrakte Form.

Kleine Tattoo-Vorlagen und Fine Line: Größe und Abstand prüfen

Gedruckt wird ein Stencil in der Größe, die das Tattoo haben soll, und genau diese Entscheidung lässt sich mit ihm testen. Linien, die weniger als etwa zwei Millimeter auseinanderliegen, wachsen mit den Jahren zusammen, weil sich die Farbe in der Haut langsam ausbreitet. Eine fürs Handgelenk verkleinerte Vorlage sieht auf Papier makellos aus und wird auf der Haut zu einem grauen Fleck. Druck die Kontur in Originalgröße aus, halt sie vor dem Spiegel an die Stelle und such die engste Lücke zwischen zwei Linien: Passt dort kein Streichholz hinein, braucht das Motiv mehr Größe oder weniger Linien.

Bei Fine Line sieht der Stencil aus wie jeder andere, gestochen wird aber mit einer einzelnen oder sehr wenigen Nadeln, und wo eine so dünne Linie dicht an eine zweite kommt, verschwimmen beide früher als bei Linework. Eine filigrane Vorlage braucht deshalb eher mehr Fläche als eine kräftige, dazu eine Stelle mit wenig Reibung wie Unterarminnenseite, Oberarm, Schlüsselbein oder Rippen.

Danach entscheidet der Stencil über den Sitz. Der Tätowierer bringt ihn an, lässt dich stehen, sitzen und den Arm bewegen und setzt ihn neu, wenn sich das Motiv mit dem Muskel verdreht oder neben der Mittellinie landet. An Arm und Bein lesen andere ein Tattoo aus ihrer Blickrichtung, nicht aus deiner, wenn du an dir herabschaust, und ein Motiv, das du dir selbst zurechtgelegt hast, steht für alle anderen kopf. Ein Foto vom anderen Ende des Raums verrät das in Sekunden.

Totenkopf, Wikinger, Maori, Phönix, Mandala: Vorlagen mit Vorgeschichte

Manche Themen tragen sich fast verlustfrei als Linie. Ein Totenkopf braucht nur den Umriss des Schädels, zwei Augenhöhlen, die Nasenöffnung und eine Zahnreihe, und gehört deshalb zu den dankbarsten Linienmotiven überhaupt. Heikel ist hierzulande vor allem eine Form, der Totenkopf der SS-Verbände; eine Vorlage, die ihm nachempfunden ist, lehnen seriöse Studios ab, und je nach Zusammenhang kann es strafbar sein, sie zu zeigen.

Wikinger-Vorlagen stehen und fallen mit dem Flechtwerk. Valknut, Knotenmuster und die verschlungenen Tiere der Wikingerzeit leben von Bändern, die abwechselnd über- und untereinander laufen, und im Stencil muss das schon stimmen, weil die Nadel jeder Linie folgt, wie sie gedruckt ist. Runen lass dir vorher übersetzen, denn eine Handvoll davon ist durch die rechte Szene belastet. Beim Phönix liegt der Reiz woanders, in gespreizten Flügeln und langen Schwanzfedern, und die verlangen Länge, also eher Rücken, Oberschenkel oder einen ganzen Unterarm als eine Fläche von Handtellergröße.

Maori-Vorlagen sind fast ein Widerspruch. Ein echtes Tā moko wird für einen bestimmten Menschen entworfen und erzählt von dessen Abstammung, und ein ausgedrucktes Muster ist genau das, was es nicht sein soll. Wer diese Bildsprache tragen möchte, sucht ein Studio mit Erfahrung in Maori-Kunst und lässt sich ein eigenes Kirituhi zeichnen.

Mandala-Vorlagen sind dagegen reine Geometrie und darum unerbittlich, denn bei gemessenen Ringen fällt jede Abweichung auf. Auf gewölbten Stellen wie Schulter oder Knie verzieht sich ein flach gedruckter Kreis zum Oval, weshalb manche Tätowierer den Stencil dort in Teilen setzen oder Hilfslinien direkt auf die Haut zeichnen.

Häufige Fragen

Was ist ein Tattoo-Stencil?

Die Kontur eines Motivs auf Thermotransferpapier, die auf die vorbereitete Haut gedrückt wird, damit der Tätowierer Linien hat, denen er folgen kann. Der Stencil trägt nur die Linie; Schattierung und Farbe kommen während der Sitzung darüber. Ein Bild ohne klare Kontur lässt sich nicht übertragen und wird frei Hand auf den Körper gezeichnet.

Kann ich meine eigene Vorlage ins Studio mitbringen?

Ja, am besten in der Größe, die du dir vorstellst. Den Stencil macht der Tätowierer trotzdem selbst, frisch gedruckt auf eigenem Papier, weil der Abdruck sauber sein und genau das vereinbarte Maß haben muss. Jede Vorlage dieser Seite lässt sich dafür ausdrucken.

Auf welchem Papier werden Tattoo-Vorlagen übertragen?

Auf Thermotransferpapier, das durch einen Thermokopierer oder Stencil-Drucker läuft; von Hand zeichnet man mit einem Hektografenstift darauf. Die violette Schicht geht mit einer Transferlösung auf die Haut über, hält die ganze Sitzung und wird danach abgewaschen.

Sind die Vorlagen kostenlos?

Für dein eigenes Tattoo ja: ausdrucken, abpausen, mitnehmen, ohne jemanden zu fragen. Für jede andere Verwendung gilt die Lizenz, die auf dieser Website veröffentlicht ist.

Wie sehe ich eine Vorlage vorher auf meiner Haut?

Leg sie im Tattoo-Simulator von InkCraft auf ein Foto der Stelle, stell die geplante Größe ein und dreh sie, bis sie sitzt. Was du dann siehst, entspricht dem Stencil, den der Tätowierer anbringen würde, und das Bild kannst du zum Beratungstermin mitnehmen.

Teste es auf deiner Haut, bevor du dich festlegst

InkCraft legt jede dieser Vorlagen auf ein Foto von dir, angepasst und um die Körperstelle gewölbt, die du wählst, damit du urteilen kannst, bevor es für immer ist.

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