Tattoo-Ideen

Ornamental-Tattoo: Schmuck, der dem Körper folgt

48 originale Vorlagen zum Thema Ornamental-Tattoos, für InkCraft gezeichnetVon Aktualisiert am

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Geborgt bei Schmuck und Architektur statt bei der Malerei: Ein Ornamental-Tattoo stellt oft gar nichts dar oder kleidet einen Bären oder einen Mond in Filigran. In beiden Fällen ist die Stelle kein Detail des Entwurfs, sondern der Entwurf selbst.

Tippe auf eine Vorlage, um sie im Simulator auf deiner eigenen Haut zu sehen, ohne Anmeldung.

Was ist ein Ornamental-Tattoo?

Fast jeder Stil beginnt mit einem Ding, einer Rose, einem Wolf, einem Gesicht. Dieser beginnt mit einer Fläche. Sein Vokabular sind Filigran, Spitze, Perlenreihen, Ranken und sich wiederholende geometrische Formen, die Sprache eines Anhängers oder eines geschnitzten Gitters, und in reiner Form stellt der Stil nichts dar.

Die Vorbilder liegen in Deutschland vor der Haustür. Das Maßwerk gotischer Kirchenfenster, etwa am Kölner Dom, zerlegt Stein in Kreise und Pässe; der Rokoko-Stuck der Wieskirche im Pfaffenwinkel lässt kaum eine Fläche ohne Muschelwerk; die Plauener Spitze aus dem Vogtland liefert die durchbrochenen Muster, die als Lace-Tattoo um Oberschenkel und Unterarm laufen. Dazu kommt Mehndi, die Hennabemalung von Händen und Füßen aus Indien und Pakistan, mit ihren Punkten, Tropfen und Blättern. Ein guter Entwurf entscheidet sich für eine Quelle, statt alle zu mischen.

Gerade das fehlende Thema zieht viele an. Ein Stück, das von nichts handelt, kann nicht veralten wie ein Thema, muss nicht erklärt werden und liest sich als Schmuck statt als Bekenntnis. Es umgeht auch die häufigste Reue, die selten dem Bild gilt und meist dem, wofür es einmal stand. Unter den 48 Vorlagen dieser Seite stehen beide Fassungen nebeneinander: Mandalas, Herzen, Lebensbäume, Federn, Tulpen, Monde und das Zeichen Jungfrau als reines Ornament, daneben Bären, ein Panther, ein Buddha, eine Motte, ein Einhorn, das Sternzeichen Löwe und Calaveras im Filigrankleid.

Wo sitzt ein Ornamental-Tattoo am besten?

An die Stelle des Themas tritt die Anatomie. Ein Ornamental wird für ein bestimmtes Schlüsselbein, ein Brustbein oder eine Wirbelsäule gezeichnet, und dasselbe Muster auf einem anderen Körper ist ein anderer Entwurf. Gute Stellen haben eine natürliche Achse oder Kante: das Schlüsselbein entlang, das Brustbein hinunter, beidseits der Wirbelsäule, rund um den Oberarm, über den Handrücken. Dort hat die Wiederholung etwas, woran sie enden kann, und das Muster wirkt nicht wie Tapete.

Der Rücken ist die größte und dankbarste Fläche. Ein Stück, das die Wirbelsäule hinabläuft und sich über den Schulterblättern öffnet, folgt dem Körper, und BH-Linie oder ein tiefer Rückenausschnitt sind Kanten, die schon im Entwurf festgelegt werden. Ein breiter oberer Rücken trägt auch ein Mittelfeld zwischen den Schulterblättern, das zur Taille hin ausläuft. In jedem Fall gehört die Achse auf die echte Wirbelsäule, nicht auf die Mitte des Fotos.

Am Arm sind das Band um Bizeps oder Unterarm und das Mandala über dem Ellenbogen die Klassiker; der Ellenbogen heilt langsamer und braucht oft eine Nacharbeit, weil die Haut dort den ganzen Tag gefaltet wird. Das Brustbein trägt ein symmetrisches Ornament, das sich zu den Rippen öffnet, ist aber eine der empfindlichsten Stellen am ganzen Körper.

Symmetrie, Größe und wie Ornamentik altert

Das größte technische Risiko ist die Symmetrie. Kein Körper ist spiegelgleich, und ein auf Papier gespiegelter Entwurf bleibt es auf der Haut nur, wenn er mit diesem Wissen gesetzt wurde. Rechne damit, dass das Stencil mehr als einmal aufgelegt und wieder abgewischt wird, und halte einen Tätowierer, der das tut, für gründlich und nicht für langsam.

Dafür ist die Größe großzügig. Weil sich die Elemente wiederholen, kann ein Muster weiterlaufen, ohne neu gezeichnet zu werden, und lässt sich Jahre später leicht erweitern. Am feinsten Teil, an Perlen, haarfeinen Ranken und den dünnsten Stegen einer Spitze, zeigt sich das Alter zuerst. Die Struktur überlebt, weil sie sich wiederholt: Eine Perle, die in einer Reihe an Schärfe verliert, fällt kaum auf, das einzige Auge eines Porträts sehr wohl. Etwas mehr Luft zwischen den Elementen, als die Zeichnung auf Papier hätte, schenkt dem Stück die meisten Jahre.

Häufige Fragen

Was zählt als Ornamental-Tattoo?

Ein Muster aus den dekorativen Künsten statt aus der Malerei: Filigran, Spitze, Perlen, Ranken oder geometrische Formen, die sich wiederholen. Es kann allein stehen oder ein Motiv einkleiden, einen Bären, einen Mond; entscheidend ist, dass der Schmuck führt und die Platzierung Teil der Zeichnung ist.

Ist ein Ornamental-Tattoo dasselbe wie ein Mandala?

Nicht ganz. Das Mandala ist ein Kreis um eine Mitte und eine Form, die oft ornamental gestochen wird; Ornamentik umfasst auch Bänder, Spitzenbordüren, Ketten und Muster ohne Zentrum. Viele Rückenarbeiten verbinden beides, mit einem Mandala als Mittelpunkt und Ornamenten, die von dort der Wirbelsäule folgen.

Geht ein kleines Ornamental-Tattoo?

Ja, wenn das Muster von Anfang an kurz gedacht ist: ein schmales Band um den Knöchel, eine knappe Bordüre unter dem Schlüsselbein, ein Ornament auf dem Fingerrücken. Die verkleinerte Fassung eines Musters, das Länge brauchte, wirkt dagegen gestutzt statt kompakt.

Funktioniert Ornamentik auf behaarter Haut?

Feinstes Filigran verschwindet zwischen Haaren, besonders auf Unterarm und Brust. Ein Ornament mit mehr Schwarz und etwas größeren Elementen bleibt lesbar, und bei einem Stück auf dem Brustbein lohnt sich vorher die Frage, ob du die Stelle auf Dauer rasieren willst.

Wie sehe ich, ob das Ornament über Schlüsselbein oder Wirbelsäule passt?

Leg den Entwurf im Tattoo-Simulator von InkCraft auf ein Foto von Rücken, Schlüsselbein oder Arm und prüfe, wie er den Knochen kreuzt oder der Wirbelsäule folgt, bevor du buchst. An dieser Frage hängt in diesem Stil alles andere.

Teste es auf deiner Haut, bevor du dich festlegst

InkCraft legt jede dieser Vorlagen auf ein Foto von dir, angepasst und um die Körperstelle gewölbt, die du wählst, damit du urteilen kannst, bevor es für immer ist.

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