Tattoo-Ideen

Anker als Tattoo: Bedeutung, Herz und Kompass

53 originale Vorlagen zum Thema Anker, für InkCraft gezeichnetVon Aktualisiert am

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Ein Anker hält, weil er sinkt. Ein Anker-Tattoo steht deshalb für Halt, den meistens jemand anders gibt, und seine Form ist schmal und senkrecht: Quer gelegt erkennt man ihn auf den ersten Blick nicht mehr, und genau dieser erste Blick macht ihn aus.

Tippe auf eine Vorlage, um sie im Simulator auf deiner eigenen Haut zu sehen, ohne Anmeldung.

Diese Serie aus 53 Vorlagen zum Motiv Anker, in Zahlen

Vertretene Stile
Old School (22), illustrativ (6), Linework (5), Neo Traditional (4), Watercolor (2), Sketch (2)
Schwarz-Grau oder Farbe
58 % in Schwarz-Grau, 42 % in Farbe
Meist zusammen gezeichnet mit
Kompass, Welle, Schwalbe, Krake

Gezählt über die 53 Vorlagen auf dieser Seite. Alle wurden für InkCraft gezeichnet; keine ist kopiert oder weiterverbreitet. Du darfst diese Zahlen zitieren, wenn du auf diese Seite verlinkst.

Anker als Tattoo: die Bedeutung

Der Anker steht für Beständigkeit, genauer für eine Beständigkeit, die von außen kommt: der Mensch, der Ort oder das Versprechen, das dich hält, wenn das Wetter umschlägt. Das ist eine andere Aussage als Stärke, und deshalb wird ein Anker so oft für die Eltern, einen Partner oder die Heimatstadt gestochen und so selten als Bild für den eigenen Charakter. „Du bist mein Anker“, sagt man im Deutschen über einen anderen Menschen, nie über sich selbst, und das Tattoo meint fast immer genau das.

Älter als die seemännische Lesart ist die christliche. Im Hebräerbrief heißt die Hoffnung ein sicherer und fester Anker der Seele, und frühe Christen ritzten Anker in die Grabplatten der römischen Katakomben, auch weil Schaft und Querbalken unauffällig ein Kreuz bilden. Daraus entstand eines der bekanntesten Bildpaare der deutschen Volkskunst: Kreuz, Herz und Anker für Glaube, Liebe und Hoffnung, die drei Tugenden, von denen Paulus im Ersten Korintherbrief spricht. Man findet das Trio auf alten Grabsteinen in Küstenorten, auf Anhängern, Schiffsandenken und Tabakdosen, und als Tattoo ist es bis heute ein Klassiker. Ein Anker mit Herz allein liest sich als Liebe, die hält; kommt das Kreuz dazu, ist die Formel vollständig.

In der Seefahrt war der Anker zugleich ein Nachweis. Nach der Überlieferung trugen ihn Matrosen, die den Atlantik überquert hatten, als Teil einer ganzen Grammatik verdienter Zeichen, zu der auch die Schwalbe und das voll getakelte Schiff gehörten, und das Tattoo sagte etwas Nachprüfbares darüber, wo sein Träger gewesen war. Ein Name auf dem Spruchband macht ihn zur Widmung und wird sofort so gelesen. Ein Spruch wie „refuse to sink“ dreht den Gegenstand dagegen um, denn ein Anker ist genau das Ding, das mit Absicht untergeht; ob das der Witz ist oder der Fehler, hängt davon ab, ob es gewollt war. Das Bild, das viele bis heute vor Augen haben, stammt übrigens aus dem Comic: Popeye, den E. C. Segar 1929 erfand, trägt auf jedem Unterarm einen Anker.

Dass so viele Studios einen Anker im Schild, im Logo oder gleich im Namen führen, hat denselben Grund. Er ist das Zeichen des Handwerks selbst, das Motiv, mit dem das Tätowieren in den Hafenvierteln groß wurde, und wer ihn trägt, trägt auch ein Stück dieser Geschichte. Kaum ein anderes Motiv ist so eng mit einem einzigen Stil verbunden: Ein fotorealistischer Anker wirkt fast immer seltsam, weil der Anker ein Symbol ist und kein Gegenstand, und wer ihn als Gegenstand malt, nimmt ihm den Sinn.

Woher das Motiv kommt

Der Anker gehört zu den ältesten Motiven der europäischen Seemannstätowierung, und in Deutschland verbindet sich ein Name mit ihm. Christian Warlich tätowierte ab 1919 in seiner Gaststätte auf St. Pauli, galt in Hamburg als König der Tätowierer, und seine Vorlagen mit Ankern, Schiffen, Herzen und Frauenköpfen zeigte das Museum für Hamburgische Geschichte 2019 in einer eigenen Ausstellung. Die heute gültige Form legte die amerikanische Flash-Tradition der Jahrhundertmitte fest, Sailor Jerry und seine Zeitgenossen in Honolulu: dicke Kontur, ein Stockanker mit dem Querbalken oben, Tau oder Kette um den Schaft, darüber ein Band für den Namen, alles gebaut, um auf wettergegerbter Haut jahrzehntelang lesbar zu bleiben. Es ist eines der wenigen Motive, bei denen die hundert Jahre alte Fassung noch immer die ist, nach der im Studio gefragt wird.

So findest du deine Version

  • Ein Anker ist senkrecht und schmal, also will er eine senkrechte Fläche: Unterarm, Außenseite der Wade, Seite der Rippen, die Stelle hinter dem Ohr, Finger oder Knöchel. Quer gelegt wird er zu einem Kreuz mit Haken und verliert die Silhouette, an der man ihn aus drei Metern erkennt. Mit einem Tau darf er leicht schräg stehen; ganz liegend funktioniert er nur als Teil einer größeren Seefahrtsszene mit Wellen oder Schiff.
  • Kaum ein Motiv übersteht kleine Größen so gut, und das ist Absicht. Die schwere Kontur und die einfache Innenschattierung der alten Flash-Bögen wurden genau dafür erfunden, und ein Anker von fünf Zentimetern ist in dreißig Jahren noch klar, wo ein gleich großer in Fine Line es nicht mehr ist. Ein kleiner Anker in Fine Line geht trotzdem, wenn er wirklich schlicht bleibt: Schaft, Stock, Ring und zwei Arme, keine Kette, keine Schattierung und mindestens zwei bis drei Zentimeter Höhe.
  • Am Tau entscheidet sich, ob der Anker altert oder ergraut. Gut gezeichnet rahmt es die Form und füllt die Fläche; dünn und kleinteilig wird daraus in wenigen Jahren ein graues Knäuel, und bei einem kleinen Anker solltest du um ein vereinfachtes Tau bitten statt um ein verkleinertes. Die meisten Anker-Vorlagen stammen direkt von alten Flash-Bögen, und das dürfen sie auch. Von den 53 Entwürfen auf dieser Seite sind 22 in Old School, sechs illustrativ, fünf in Linework und vier in Neo Traditional, dazu je zwei in Aquarell, Sketch, Blackwork, Schrift und Patchwork und einzelne in Biomechanik, Dotwork, Tribal, Trash Polka und minimalistischem Stil.

Größe, Preis und Körperstelle

Wie groß es wird und was es kostet

Kaum ein Tattoo bietet mehr für den Preis. Ein Old-School-Anker von fünf bis acht Zentimetern liegt meist beim Mindestpreis des Studios oder bei einer Stunde, und er hält in dieser Größe, weil der Stil mit schwerer Kontur genau dafür gebaut wurde. Ein Band mit Namen schiebt ihn Richtung zwei Stunden, und den größten Teil davon braucht die Schrift. Ein Anker mit Kompass, Rose oder Schwalben wird schnell ein halber Tag.

Wo es gut sitzt und wie weh es tut

Der Unterarm ist die übliche Stelle, gut auszuhalten und wie gemacht für die senkrechte Form. Außenseite der Wade und Seite der Rippen nehmen größere Anker mit Tau auf, wobei die Rippen zu den schmerzhafteren Stellen gehören, weil die Haut dünn über den Knochen liegt und jeder Atemzug sie bewegt. Kleine Anker sitzen am Handgelenk, am Knöchel, hinter dem Ohr oder seitlich am Finger; Finger und Handkante verblassen allerdings am schnellsten und brauchen nach ein, zwei Jahren ein Nachstechen.

Was du im Studio fragen solltest

  • Die Kontur kräftig statt fein zu halten, denn gerade sie lässt dieses Motiv so gut altern.
  • Wie das Tau bei deiner Größe gezeichnet wird, vereinfacht oder nur verkleinert, damit kein graues Knäuel daraus wird.
  • Bei einem Spruchband, zuerst die Schrift zu setzen und danach die Proportionen des Ankers, nicht umgekehrt.

Preise hängen stark vom Studio und von der Region ab; lies diese Angaben als Sitzungsdauer, nicht als Kostenvoranschlag, und rechne bei jedem kleinen Motiv mit dem Mindestpreis des Studios.

Häufige Fragen

Was bedeutet ein Anker als Tattoo?

Halt und Hoffnung. Im Christentum ist der Anker ein Bild der Hoffnung, in der Seefahrt ein Zeichen für Beständigkeit und für eine Überfahrt, die man hinter sich hat. Heute wird er meist für einen Menschen oder einen Ort gestochen, der einem Halt gibt, oft mit einem Namen auf dem Band.

Was bedeuten Anker, Herz und Kreuz zusammen?

Glaube, Liebe, Hoffnung: das Kreuz für den Glauben, das Herz für die Liebe, der Anker für die Hoffnung. Die Dreiergruppe stammt aus der christlichen Volkskunst und war lange auf Grabsteinen, Schmuck und Seemannsandenken zu sehen. Ein Anker mit Herz allein steht für eine Liebe, die hält, und wird gern als Paar- oder Familienmotiv gewählt.

Anker und Kompass in einem Tattoo: Passt das?

Sehr gut, denn beide kommen aus der Seefahrt. Der Anker sagt, was dich hält, der Kompass, wohin du willst, und zusammen stehen sie für Wurzeln und Aufbruch zugleich. Meist sitzt die Windrose hinter dem Schaft oder zwischen den Armen; dann braucht das Motiv eine flache Stelle, weil der Kompass auf einer Rundung schief wirkt.

Ist ein Anker-Tattoo nur etwas für Seeleute?

Seit über hundert Jahren nicht mehr. Die Lesart als Halt hat die seemännische längst überholt. Die alte Tradition verdienter Zeichen zu kennen, lohnt sich trotzdem, falls du den Anker unter Menschen trägst, die selbst zur See fahren.

Anker-Tattoo für Frau oder Mann: Worauf kommt es an?

Auf die Fläche, nicht auf das Geschlecht. Ein schmales Handgelenk oder ein Knöchel nimmt einen Anker von zwei bis vier Zentimetern auf, der in Fine Line schlicht bleiben muss; ein breiter Unterarm verträgt einen großen Old-School-Anker mit Tau und Banner, dessen kräftige Linien auch durch Haare hindurch lesbar bleiben. Entscheidend sind Breite, Haut und die Frage, ob das Tattoo im Alltag sichtbar sein soll.

Kann ich einen Anker vorher auf meinem Handgelenk sehen?

Ja, auf einem Foto deiner Haut. Im Tattoo-Simulator von InkCraft setzt du jeden Anker dieser Seite in 3D auf Handgelenk, Unterarm oder Wade, direkt im Browser, und prüfst, ob die Form senkrecht bleibt, wenn du die Hand drehst.

Teste es auf deiner Haut, bevor du dich festlegst

InkCraft legt jede dieser Vorlagen auf ein Foto von dir, angepasst und um die Körperstelle gewölbt, die du wählst, damit du urteilen kannst, bevor es für immer ist.

Oder probier es zuerst im Browser aus: kostenlos, ohne Download