Tattoo-Ideen

Armband-Tattoo: Handgelenk, Unterarm und Maori

22 originale Vorlagen zum Thema Armband, für InkCraft gezeichnetVon Aktualisiert am

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Am Handgelenk ist es eine Kette, am Oberarm ein breites Band, und beide müssen dasselbe leisten: Das Muster läuft einmal herum und trifft sich selbst, ohne Stufe. Jede Vorlage hier ist ein flacher Streifen, den dein Tätowierer erst um einen Arm biegen muss, der sich verjüngt.

Tippe auf eine Vorlage, um sie im Simulator auf deiner eigenen Haut zu sehen, ohne Anmeldung.

Diese Serie aus 22 Vorlagen zum Motiv Armband, in Zahlen

Vertretene Stile
illustrativ (5), Tribal (2), keltisch (2), geometrisch (2), Old School (2), Fine Line (1)
Schwarz-Grau oder Farbe
59 % in Schwarz-Grau, 41 % in Farbe
Meist zusammen gezeichnet mit
Ranke, Welle, Keltischer Knoten, Flammen

Gezählt über die 22 Vorlagen auf dieser Seite. Alle wurden für InkCraft gezeichnet; keine ist kopiert oder weiterverbreitet. Du darfst diese Zahlen zitieren, wenn du auf diese Seite verlinkst.

Armband als Tattoo: die Bedeutung

Im Deutschen ist ein Armband zuerst ein Schmuckstück, und deshalb denken viele bei dem Wort an das Handgelenk: eine feine Kette, eine Reihe Perlen, eine dünne Linie mit einem kleinen Anhänger dort, wo man den Puls fühlt. Am Oberarm meint dasselbe Wort etwas ganz anderes, das breite Band aus Tribal, Knoten oder Wellen, das seit den Neunzigern zu den bekanntesten Tattoos überhaupt gehört. Beide sind eher ein Format als ein Bild. Ein Armband sagt, was sein Muster sagt: Monde erzählen von Zyklen, Stacheldraht von Schmerz oder Gefangenschaft, eine Herzschlaglinie von einem bestimmten Herzen, Flechtwerk von Herkunft. Der geschlossene Kreis fügt nur eine einzige Idee hinzu, diese aber zuverlässig: Dauer ohne Anfang und Ende. Darum wird ein Band so oft für eine Bindung gewählt, die nicht abreißen soll, oder für ein Versprechen.

Als Ersatz für echten Schmuck hat das gestochene Armband einen schlichten Vorteil: Es geht nicht verloren und reißt nicht. Wer als Kind Freundschaftsbänder geknüpft hat, die man trug, bis sie von selbst abfielen, versteht sofort, warum beste Freundinnen, Geschwister oder Paare sich heute ein gemeinsames Band stechen lassen. Das Bettelarmband, an das man für jedes Kind oder jedes große Ereignis einen Anhänger hängt, funktioniert auf der Haut ebenso, solange du Lücken für später einplanst. Ein Anhänger, der nachträglich zwischen zwei fertige gesetzt wird, sieht fast nie aus, als hätte er von Anfang an dazugehört.

Eine dünne rote Linie ums Handgelenk kann drei verschiedene Dinge meinen, und es lohnt sich zu wissen, welches. In der Kabbala schützt ein roter Faden am linken Handgelenk vor dem bösen Blick. In China verbindet ein unsichtbarer roter Faden die Knöchel zweier Menschen, die füreinander bestimmt sind, in Japan ist er um den kleinen Finger geknotet. Und im Deutschen steht er seit Goethes Wahlverwandtschaften für den Zusammenhang, der sich durch alles zieht: Ottilie notiert dort in ihrem Tagebuch, in jedes Tau der englischen Marine sei ein roter Faden gesponnen, den man nicht herauswinden könne, ohne das Ganze aufzulösen, und an dem selbst das kleinste Stück als Eigentum der Krone kenntlich bleibe.

Unter den Mustern hat das polynesische die lebendigste Tradition hinter sich. Auf Samoa heißt ein tätowiertes Armband taulima; anders als die großen Tätowierungen, der Peʻa, der Männern Hüften und Oberschenkel bedeckt, und das Malu der Frauen, ist es an kein Ritual gebunden und oft eine ganz persönliche Entscheidung. Bei den Maori erzählt das Tā moko von Abstammung und gehört dem, dessen Linie es aufzeichnet; für alle anderen gibt es Kirituhi, Arbeiten in diesem Stil ohne genealogischen Anspruch. Haizähne, Speerspitzen und Wellenbögen im dreireihigen Band dieser Seite stammen aus dem polynesischen Formenschatz, stehen hier aber als Ornament. Soll ein Band für eine Familie oder eine Insel sprechen, gehört es in die Hand von jemandem, der in dieser Tradition arbeitet und für einen Menschen zeichnet statt von einem Vorlagenblatt.

Woher das Motiv kommt

Die ältesten Linien um ein Handgelenk, die man kennt, trägt der Mann aus dem Eis. Ötzi, rund 5300 Jahre alt und 1991 in den Ötztaler Alpen gefunden, hat unter seinen 61 Tätowierungen auch Striche, die sein linkes Handgelenk umlaufen; heute liegt er im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen. Die Muster der Bänder sind jünger, aber kaum weniger ehrwürdig. Der Mäander, benannt nach dem Fluss Maiandros in Kleinasien, der sich in Schleifen zurückbiegt, umläuft schon griechische Vasen der geometrischen Zeit aus dem 8. Jahrhundert vor Christus, und das Deutsche hat aus ihm ein Verb gemacht. Hinter dem keltischen Band stehen die geflochtenen Ränder des Book of Kells aus der Zeit um 800, hinter den zwei schlanken, sich beißenden Tieren der Urnes-Stil, benannt nach dem geschnitzten Portal einer norwegischen Stabkirche. Die gotischen Bögen folgen dem Maßwerk, das zuerst an der Kathedrale von Reims in Stein geschnitten wurde, und der Stacheldraht ist das jüngste Muster: Joseph Glidden aus DeKalb in Illinois ließ seine Fassung 1874 patentieren. Zum Massen-Tattoo wurde das Oberarmband in den Neunzigern als schwarzes Tribal, und viele dieser Bänder kommen heute für ein Cover-up zurück ins Studio.

So findest du deine Version

  • Ein Band hat keinen Anfang, also muss sein Muster aufgehen. Dein Tätowierer misst den Umfang an der Stelle, an der es sitzen soll, und teilt ihn durch die Breite eines Musterglieds; geht die Rechnung nicht auf, werden alle Glieder um eine Spur gedehnt oder gestaucht, oder eines kommt dazu. Die Naht, an der sich Anfang und Ende treffen, legt man auf die Innenseite, wo ein kleiner Versatz kaum auffällt, und kontrolliert wird mit locker hängendem Arm, weil ein angespannter Bizeps die Linie verschiebt. Am schmalen Handgelenk fällt jede gedehnte Stelle schneller auf als am Oberarm, deshalb sind dort kleine Glieder im Vorteil, die sich unauffällig anpassen lassen.
  • Ein Oberarm ist kein Zylinder, sondern ein Kegel, an der Schulter breiter als am Ellenbogen, und auch der Unterarm wird zum Handgelenk hin schmaler. Wer einmal einen Lampenschirm aufgeschnitten und flach hingelegt hat, kennt das Ergebnis: Ausgebreitet ist er kein gerader Streifen, sondern ein Bogen. Genau so muss der Stencil aussehen, leicht gekrümmt und an einer Kante länger als an der anderen, oder das Band wird mit dem Stift frei auf den Arm gezeichnet. Gerade Kanten wie beim Mäander oder bei gotischen Bögen verraten jeden Fehler, die Schlange und die Dornenranke verzeihen viel.
  • Für das Handgelenk entscheidet die Linienstärke mehr als das Muster. Eine Kette aus geschlossenen Ovalen in Fine Line läuft nach einigen Jahren zu einem grauen Strich zusammen, weil sich die winzigen Innenräume mit Tinte füllen; offene Glieder, Punkte mit sichtbarer Haut dazwischen oder eine einzelne klare Linie mit einem Anhänger halten länger. Setz das Band eine Fingerbreite über die Beugefalte, ungefähr dorthin, wo eine Uhr sitzt, denn direkt in der Falte wird es bei jeder Bewegung gestaucht. Eine einzelne Reihe Monde oder Pfeile passt an schmale Arme und Handgelenke, das dreireihige polynesische Band und die japanischen Wellen brauchen sechs Zentimeter Höhe und mehr, damit die Reihen getrennt bleiben.
  • Keines der 22 Bänder auf dieser Seite ist eine geschlossene schwarze Fläche; wer ein massives Band als Trauerzeichen oder zum Überdecken möchte, bespricht das gesondert. Fünf sind illustrativ, je zwei in Tribal, keltischem Stil, Geometrie und Old School, dazu je eines in Fine Line, gotischem Stil, polynesischem Stil, Dotwork, Trash Polka, Linework, japanisch-asiatischem Stil, Ornamentik und Watercolor.

Größe, Preis und Körperstelle

Wie groß es wird und was es kostet

Die meisten Bänder sind zwei bis acht Zentimeter hoch und so lang, wie der Arm Umfang hat, an einem erwachsenen Oberarm etwa 25 bis 40 Zentimeter. Ein drei Zentimeter hohes Band bedeckt damit rund 100 Quadratzentimeter, ungefähr eine Handfläche. Eine feine Kette am Handgelenk ist meist in weniger als einer Stunde gestochen und kostet oft den Mindestpreis des Studios; eine Reihe Monde oder Pfeile um den Oberarm dauert ein bis zwei Stunden, ein dichtes keltisches, polynesisches oder japanisches Band drei bis fünf.

Wo es gut sitzt und wie weh es tut

Klassisch sitzt das Oberarmband knapp unter der Schulter, wo ein kurzer Ärmel die Außenseite zeigt und die Naht verdeckt. Am Unterarm liegt es meist im oberen Drittel, wo der Muskel noch rund ist, oder als schmale Linie knapp oberhalb der Uhr. Die Außenseite des Oberarms tut kaum weh; die Innenseite, über die jedes volle Band läuft, gehört zu den empfindlichsten Stellen des Körpers. Am Handgelenk ist die Haut innen dünn und liegt über Sehnen und Venen, außen sticht die Nadel nah am Ellenköpfchen, dem Knochenhöcker auf der Kleinfingerseite, und beides spürst du deutlich. Uhr und echte Armbänder bleiben ab, bis das Tattoo verheilt ist, meist zwei bis drei Wochen.

Was du im Studio fragen solltest

  • Wie passt du das Muster an meinen Umfang an, damit es sich ohne Stufe schließt, und wo genau liegt die Naht?
  • Biegst du den Stencil für die Verjüngung meines Arms, oder zeichnest du das Band frei auf die Haut?
  • Bei einem halben Band oder einer Kette mit Anhänger: Wo enden die Linien, und wie gestalten wir den Abschluss?

Preise hängen stark vom Studio und von der Region ab; lies diese Angaben als Sitzungsdauer, nicht als Kostenvoranschlag, und rechne bei jedem kleinen Motiv mit dem Mindestpreis des Studios.

Häufige Fragen

Was bedeutet ein Armband-Tattoo?

Zuerst das, was sein Muster sagt, ob Monde, Flechtwerk, Wellen oder Stacheldraht. Der geschlossene Kreis fügt Beständigkeit hinzu, und darum wird ein Band oft für eine Freundschaft, eine Ehe oder ein Versprechen gestochen. Am Handgelenk ist es häufig auch einfach Schmuck, den man nie ablegen muss.

Welches Armband-Tattoo passt an ein schmales Handgelenk?

Eines, das mit wenig Höhe auskommt: eine einzelne feine Linie, eine Kette aus Punkten, eine Reihe kleiner Monde oder Sterne, ein Band mit einem einzigen Anhänger an der Innenseite. Schwere Muster wie das polynesische Band wirken dort schnell wie eine Manschette. Ob Frau oder Mann, entscheidend sind Umfang, Knochen und Haut; ein zartes Handgelenk mit sichtbarem Ellenköpfchen verträgt Lücken besser als eine geschlossene Fläche.

Muss ein Armband-Tattoo ganz herumlaufen?

Nein. Ein halbes Band über der Außenseite ist schneller gestochen und günstiger, schont die empfindliche Innenseite und passt zu Mustern mit klarer Vorderseite, etwa den gotischen Bögen oder der Schlange. Am Handgelenk wirkt eine Kette, die oben sichtbar ist und zur Innenseite hin ausläuft, oft wie echter Schmuck. Nur der geschlossene Ring trägt aber die Idee, dass nichts abreißt.

Darf ich ein Maori-Armband tragen, ohne Maori zu sein?

Ein echtes Moko bleibt Maori vorbehalten, weil es eine Abstammung verzeichnet. Was du tragen kannst, ist Kirituhi, ein Band im Stil der Maori, das niemandes Genealogie behauptet; gute Studios erklären dir, welche Formen sie dafür verwenden und warum. Für ein Band, das mehr als Ornament sein soll, such dir jemanden, der in dieser Tradition ausgebildet ist.

Lässt sich ein altes Tribal-Band überdecken?

Meist ja, mit einem neuen Band, das breiter und dunkler wird als das alte. Ein tieferes Blackwork-Band, ein polynesisches Muster oder dichte japanische Wellen schlucken ein dünnes Tribal aus den Neunzigern, und zwei, drei Lasersitzungen vorab, die es aufhellen, erweitern die Auswahl deutlich.

Was passiert mit dem Band, wenn mein Oberarm kräftiger wird?

Es dehnt sich gleichmäßig mit, und das verträgt ein Ring gut: Das Muster wird etwas breiter, bleibt aber geschlossen. Was sich verändert, ist eher, wie es auf dem Muskel liegt, als das Muster selbst.

Wie sehe ich vorher, ob ein Band um meinen Unterarm passt?

Fotografiere den Arm dort, wo das Band hin soll, am besten locker hängend. Im Tattoo-Simulator von InkCraft legst du jedes Band dieser Seite in 3D um deinen Arm oder dein Handgelenk, direkt im Browser, und siehst, ob die Höhe zu deinem Umfang passt, bevor die Naht festgelegt wird.

Teste es auf deiner Haut, bevor du dich festlegst

InkCraft legt jede dieser Vorlagen auf ein Foto von dir, angepasst und um die Körperstelle gewölbt, die du wählst, damit du urteilen kannst, bevor es für immer ist.

Oder probier es zuerst im Browser aus: kostenlos, ohne Download