Bär-Tattoo: Bedeutung, Berliner Bär, Wikinger
27 originale Vorlagen zum Thema Bär, für InkCraft gezeichnetVon Uladzimir TumanauAktualisiert am
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Eine Bärin mit Jungen ist das wehrhafteste Tier, das die meisten kennen, und darum steht der Bär so oft für Mutter oder Vater. Allein zwischen Bäumen erzählt er das Gegenteil, vom Einzelgänger, der niemanden braucht; welche Lesart gilt, entscheidet die Haltung, nicht der Stil.

Tattoo-Vorlage mit einem Bären, Stil: illustrativ, in Schwarz-Grau Ausprobieren — Tattoo-Vorlage mit einem Bären, Stil: illustrativ, in Schwarz-Grau
Tattoo-Vorlage mit einem Bären, Stil: Old School, in Farbe Ausprobieren — Tattoo-Vorlage mit einem Bären, Stil: Old School, in Farbe
Tattoo-Vorlage mit einem Bären, Stil: Blackwork, in Schwarz-Grau Ausprobieren — Tattoo-Vorlage mit einem Bären, Stil: Blackwork, in Schwarz-Grau
Tattoo-Vorlage mit einem Bären, Stil: geometrisch, in Schwarz-Grau Ausprobieren — Tattoo-Vorlage mit einem Bären, Stil: geometrisch, in Schwarz-Grau
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Tattoo-Vorlage mit einem Bären, Stil: minimalistisch, in Schwarz-Grau Ausprobieren — Tattoo-Vorlage mit einem Bären, Stil: minimalistisch, in Schwarz-Grau
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Tattoo-Vorlage mit einem Bären, Stil: Neo Traditional, in Farbe Ausprobieren — Tattoo-Vorlage mit einem Bären, Stil: Neo Traditional, in Farbe
Tattoo-Vorlage mit einem Bären, Stil: ornamental, in Schwarz-Grau Ausprobieren — Tattoo-Vorlage mit einem Bären, Stil: ornamental, in Schwarz-Grau
Tattoo-Vorlage mit einem Bären, Stil: Watercolor, in Farbe Ausprobieren — Tattoo-Vorlage mit einem Bären, Stil: Watercolor, in Farbe
Tattoo-Vorlage mit einem Bären und einem Fisch, Stil: Old School, in Farbe Ausprobieren — Tattoo-Vorlage mit einem Bären und einem Fisch, Stil: Old School, in Farbe
Tattoo-Vorlage mit einem Bären und einem Totenkopf, Stil: illustrativ, in Schwarz-Grau Ausprobieren — Tattoo-Vorlage mit einem Bären und einem Totenkopf, Stil: illustrativ, in Schwarz-Grau
Tattoo-Vorlage mit einem Bären und einem Sternbild, Stil: Linework, in Schwarz-Grau Ausprobieren — Tattoo-Vorlage mit einem Bären und einem Sternbild, Stil: Linework, in Schwarz-Grau
Tattoo-Vorlage mit einem Bären und einem Totenkopf, Stil: illustrativ, in Schwarz-Grau Ausprobieren — Tattoo-Vorlage mit einem Bären und einem Totenkopf, Stil: illustrativ, in Schwarz-Grau
Tattoo-Vorlage mit einem Bären und einem Sternbild, Stil: illustrativ, in Schwarz-Grau Ausprobieren — Tattoo-Vorlage mit einem Bären und einem Sternbild, Stil: illustrativ, in Schwarz-Grau
Tattoo-Vorlage mit einem Bären und Bergen, Stil: Blackwork, in Schwarz-Grau Ausprobieren — Tattoo-Vorlage mit einem Bären und Bergen, Stil: Blackwork, in Schwarz-Grau
Tattoo-Vorlage mit einem Bären und einem Krieger, Stil: Blackwork, in Schwarz-Grau Ausprobieren — Tattoo-Vorlage mit einem Bären und einem Krieger, Stil: Blackwork, in Schwarz-Grau
Tippe auf eine Vorlage, um sie im Simulator auf deiner eigenen Haut zu sehen, ohne Anmeldung.
Diese Serie aus 27 Vorlagen zum Motiv Bär, in Zahlen
- Vertretene Stile
- illustrativ (7), Blackwork (4), Linework (4), Old School (2), geometrisch (2), Watercolor (2)
- Schwarz-Grau oder Farbe
- 81 % in Schwarz-Grau, 19 % in Farbe
- Meist zusammen gezeichnet mit
- Totenkopf, Sternbild, Fisch, Galaxie
Gezählt über die 27 Vorlagen auf dieser Seite. Alle wurden für InkCraft gezeichnet; keine ist kopiert oder weiterverbreitet. Du darfst diese Zahlen zitieren, wenn du auf diese Seite verlinkst.
Bär als Tattoo: die Bedeutung
Schutz ist die vorherrschende Lesart, und sie kommt aus dem Verhalten, nicht aus dem Mythos. Eine Bärin verteidigt ihre Jungen gegen alles, auch gegen ausgewachsene Männchen, und so wurde der Bär zum Kürzel für Eltern, die sich vor ihre Kinder stellen; viele dieser Tattoos entstehen nach einer Geburt, und eine Bärin mit einem Jungen an ihrer Seite ist die häufigste Fassung. Die ältere Lesart ist die Einsamkeit. Bären leben nicht im Rudel, und Kulturen rund um den Norden der Welt haben in ihnen das Wesen gesehen, das abseits lebt und niemandem Rechenschaft schuldet. Dazu kommt die Winterruhe: Der Bär zieht sich für eine Jahreszeit zurück und kommt im Frühjahr wieder hervor, und darum taucht er neben Phönix und Lotus in Tattoos auf, die von einer Genesung erzählen, nur ohne deren Pathos.
Im Deutschen hat der Bär außerdem eine Adresse. Berlin führt ihn im Wappen, schwarz auf silbernem Grund, aufgerichtet, mit roter Zunge und roten Krallen, und schon ein Siegel von 1280 zeigt ihn. Mit dem Stadtnamen hat er sprachlich nichts zu tun: Berlin geht wohl auf ein slawisches Wort für Sumpf zurück, und der Bär ist ein redendes Wappen, ein Wortspiel, das sich die Stadt früh zu eigen gemacht hat. Heute steht er auf der Landesflagge und unzähligen Souvenirs, als Goldener Bär auf der Bühne der Berlinale, dessen Gestalt auf eine Bärenfigur der Bildhauerin Renée Sintenis zurückgeht, und seit 2001 als bunt bemalter Buddy-Bär an vielen Ecken der Stadt. Ein Berliner Bär auf der Haut ist darum fast immer ein Heimat-Tattoo, für Menschen, die dort geboren sind, und ebenso für die, die irgendwann hingezogen sind und nicht mehr wegwollen.
Die Wikinger-Lesart führt zu den Berserkern. Das altnordische Wort bedeutet wahrscheinlich Bärenhemd, eine andere Deutung liest es als bloßes Hemd, also Kämpfer ohne Rüstung, und Snorri Sturluson beschreibt in der Ynglinga-Saga Krieger Odins, die ohne Brünne in die Schlacht gingen, in ihre Schilde bissen und stark waren wie Bären und Stiere. Die Gegenstücke im Wolfsfell hießen Úlfheðnar. Eine Vorlage auf dieser Seite zeigt so einen Berserker, den ganzen Bärenpelz über Schultern und Rücken, den Kopf des Tieres als Kapuze, in jeder Faust eine Axt. Für den keltischen Bären gibt es sogar eine Göttin: 1832 fand man in Muri bei Bern eine Bronzegruppe mit der Inschrift Deae Artioni, die Göttin Artio, die vor einem Bären sitzt, und ihr Name hängt am keltischen Wort für Bär. Ob auch König Artus daran hängt, ist umstritten.
Nordamerika hat eine eigene, sehr alte Bildsprache für den Bären. In der Kunst der Nordwestküste, bei Haida, Tlingit und ihren Nachbarn, ist er ein Wappentier, das bestimmten Familien und Clans gehört und in der strengen Formline-Zeichnung mit ihren Ovalen und U-Formen dargestellt wird; die Zuni in New Mexico schnitzen kleine Bärenfiguren, oft mit einer Herzlinie, einem Pfeil vom Maul zum Herzen. Das Wort Indianer ist im Deutschen umstritten, viele sprechen heute lieber von indigenen Völkern Nordamerikas, und wer ein solches Zeichen trägt, sollte wissen, dass es dort Familienbesitz ist und kein Muster. Am Himmel stehen gleich zwei Bären: Der Große Bär enthält den Großen Wagen, und an der Schwanzspitze des Kleinen Bären sitzt der Polarstern. Nach dem griechischen Mythos wurde die Nymphe Kallisto in eine Bärin verwandelt und an den Himmel gesetzt, und vom griechischen Wort für Bär, arktos, hat die Arktis ihren Namen, das Land unter dem Bären.
Woher das Motiv kommt
In Deutschland hat der Bär in gut zwei Jahrhunderten den Weg vom gefürchteten Raubtier zum Spielzeug zurückgelegt. Im Tierepos heißt er Braun, und in Goethes Reineke Fuchs von 1794 lockt ihn der Fuchs mit Honig in einen gespaltenen Eichenstamm, aus dem er sich nur blutig befreien kann. Der letzte wilde Bär Bayerns wurde 1835 bei Ruhpolding geschossen, und als 2006 mit Bruno zum ersten Mal seit über 170 Jahren wieder ein Braunbär aus den Alpen nach Deutschland kam, endete auch er nach wenigen Wochen durch eine Kugel. Dazwischen liegt die Verwandlung: 1902 entwarf Richard Steiff in Giengen an der Brenz einen Stoffbären mit beweglichen Gliedern, der 1903 auf der Leipziger Messe einem amerikanischen Händler gefiel und bald nach Präsident Theodore Roosevelt Teddy hieß, und 1922 brachte Hans Riegel in Bonn die ersten Tanzbären aus Fruchtgummi heraus. Im Tattoo führt die Linie von den Wappenbären des Mittelalters zum brüllenden Kopf im Dreiviertelprofil, der den modernen Flash beherrscht und der Tierfotografie mehr verdankt als jeder älteren Tradition.
So findest du deine Version
- Entscheide früh zwischen Kopf und ganzem Tier, denn beide lösen verschiedene Aufgaben. Ein Kopf liest sich auf jede Entfernung und passt auf ein kleines Feld; ein ganzer Bär braucht ein langes und ist die einzige Fassung, bei der die Haltung eine Bedeutung tragen kann. Ein laufender Bär im Profil gehört auf Unterarm oder Wade, ein aufgerichteter wie im Berliner Wappen auf Oberarm oder Rücken, ein schlafender, eingerollter Bär wie die ornamentale Vorlage hier auf die Schulterkuppe, wo seine runde Form der Wölbung folgt.
- Schließ das Maul, wenn du dem Standardbären entgehen willst. Fast jede Bärenvorlage zeigt denselben brüllenden Kopf im Dreiviertelprofil, und ein ruhiger Kopf, ein Profil, ein laufendes Tier oder ein Bär von oben wirkt dagegen sofort gewählt und nicht von der Wand genommen. Ein realistischer Kopf braucht etwa zehn Zentimeter, damit Fell, Stirn und Schnauze getrennt bleiben, wenn sich die Farbe setzt. Darunter wählst du besser eine facettierte geometrische Fassung oder eine Silhouette, statt eine detaillierte Zeichnung zu schrumpfen, denn genau das ist die häufigste Enttäuschung bei diesem Motiv.
- Für einen kleinen Bären taugen die Formen, die mit wenigen Linien auskommen: ein Kopf im Profil aus einer einzigen Kontur mit schwarzer Nase, ein laufender Bär aus einer durchgehenden Linie, ein Eisbär im Umriss, ein Tatzenabdruck mit fünf Zehen und langen Krallen. Ob ein solcher Bär für eine Frau oder einen Mann gedacht ist, ändert an der Zeichnung nichts; was zählt, ist die Fläche, und feine Linien wollen ruhige Haut, die sich wenig dehnt. Für ein Familienstück lohnt sich eine Komposition, die neben der Bärin Platz für ein weiteres Junges lässt, statt sich eng um ein einziges zu schließen.
- Einen Wald trägt der Bär am elegantesten in sich selbst: Eine Blackwork-Vorlage füllt die Silhouette eines laufenden Bären mit spitzen Bergen, dichten Kiefern und einer Mondsichel, zwei andere legen ein Sternbild oder eine Galaxie in sein Fell, für alle, die an den Großen oder Kleinen Bären am Himmel denken. Von den 27 Vorlagen auf dieser Seite sind sieben illustrativ, je vier in Blackwork und Linework, je zwei in Old School, Geometrie, Watercolor und Ornamentik und je eine minimalistisch, als Sketch, in Tribal und in Neo Traditional; dazu gehören ein Bär, der mit einem Fisch im Maul durch einen Fluss watet, und ein Bärenschädel in einer Mähne aus Fell.
Größe, Preis und Körperstelle
Wie groß es wird und was es kostet
Ein detaillierter Kopf von zehn bis fünfzehn Zentimetern ist eine Arbeit von einem halben Tag, sobald das Fell schattiert wird. Eine Silhouette, gefüllt mit Landschaft, geht viel schneller und hält auch kleiner, und ein Kopf aus einer Linie liegt kaum über dem Mindestpreis. Ein ganzer aufgerichteter Bär ist ein großes Stück und sollte von Anfang an als eines geplant werden.
Wo es gut sitzt und wie weh es tut
Außenseite des Oberarms und Wade tragen einen Kopf in der Größe, die er braucht, und altern langsam. Ein laufender oder aufgerichteter Bär will ein langes Feld, also Unterarm, Oberschenkel oder Rücken. Leg kein Gesicht über ein Gelenk, denn die Verzerrung beim Beugen fällt genau auf die Augen. Oberarm außen und Wade sind gut auszuhalten, Rücken und Rippen deutlich weniger.
Was du im Studio fragen solltest
- Bleibt das Maul offen oder geschlossen? Das entscheidet den Charakter des ganzen Stücks.
- Wie liest sich das Fell in fünfzehn Jahren in meiner Größe, und sollten wir es jetzt schon vereinfachen?
- Bei einem Familienstück: Lässt die Komposition Platz für ein weiteres Tier, das später dazukommt?
Preise hängen stark vom Studio und von der Region ab; lies diese Angaben als Sitzungsdauer, nicht als Kostenvoranschlag, und rechne bei jedem kleinen Motiv mit dem Mindestpreis des Studios.
Häufige Fragen
Was bedeutet ein Bär als Tattoo?
Zweierlei, das in verschiedene Richtungen zieht: Schutz, weil eine Bärin ihre Jungen gegen alles verteidigt, und Unabhängigkeit, weil Bären allein leben. Dazu kommen Rückzug und Wiederkehr durch die Winterruhe, in Deutschland oft die Heimat Berlin und bei Wikinger-Motiven die Wut der Berserker.
Wie sieht ein Berliner Bär als Tattoo aus?
Wie im Wappen: schwarz, aufgerichtet auf den Hinterbeinen, die Vordertatzen erhoben, mit roter Zunge und roten Krallen. Die Krone über dem Wappenschild kannst du weglassen; ohne Schild wirkt der Bär freier und weniger amtlich, und als Umriss in Fine Line passt er sogar ans Handgelenk.
Was haben Bären mit den Wikingern zu tun?
Über die Berserker, Krieger, deren Name wohl auf ein Bärenhemd zurückgeht und die in den Sagas ohne Rüstung und in rasender Wut kämpfen. Ein Bär neben Runen, Axt oder Knotenmuster liest sich darum nordisch; achte bei Runen darauf, dass keine dabei sind, die in Deutschland von der rechten Szene vereinnahmt wurden, etwa die Odal- oder die Sig-Rune.
Gibt es einen keltischen Bären?
Ja, sogar als Gottheit: Artio, die eine in der Schweiz gefundene Bronzegruppe vor einem Bären sitzend zeigt. Knotenbären in irischem Flechtwerk sind dagegen eine moderne Verbindung, schön, aber ohne antikes Vorbild.
Wie klein darf ein Bär-Tattoo sein?
Als Kontur aus wenigen Linien hält er ab drei bis vier Zentimetern, als realistischer Kopf erst ab etwa zehn. Für kleine Stellen wie Handgelenk, Knöchel oder hinter dem Ohr eignen sich Profil, Silhouette und Tatze; das Fell ist das Erste, was bei kleiner Größe verloren geht.
Wie sehe ich vorher, ob ein Bärenkopf auf meinen Oberarm passt?
Fotografiere deinen Oberarm von außen, mit locker hängendem Arm. Im Tattoo-Simulator von InkCraft setzt du jeden Bären dieser Seite in 3D auf deine Haut, direkt im Browser, und siehst, ob der Kopf die zehn Zentimeter bekommt, die das Fell braucht, oder ob ein laufender Bär den Arm besser nutzt.
Teste es auf deiner Haut, bevor du dich festlegst
InkCraft legt jede dieser Vorlagen auf ein Foto von dir, angepasst und um die Körperstelle gewölbt, die du wählst, damit du urteilen kannst, bevor es für immer ist.
Oder probier es zuerst im Browser aus: kostenlos, ohne Download