Tattoo-Ideen

Baum-Tattoo: Bedeutung, Familie und Fine Line

43 originale Vorlagen zum Thema Baum, für InkCraft gezeichnetVon Aktualisiert am

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Eiche, Linde oder Weide: Welcher Baum es ist, sagt mehr als der Stil, in dem er gestochen wird. Weil ein Baum hoch wächst und oben breit wird, sucht er sich lange Felder wie Wirbelsäule, Unterarm oder Oberschenkel, und die Wurzeln gehören in die Planung, nicht an den Rand.

Tippe auf eine Vorlage, um sie im Simulator auf deiner eigenen Haut zu sehen, ohne Anmeldung.

Diese Serie aus 43 Vorlagen zum Motiv Baum, in Zahlen

Vertretene Stile
illustrativ (22), Watercolor (2), Gothic (2), Blackwork (2), Neo Traditional (2), Old School (1)
Schwarz-Grau oder Farbe
72 % in Schwarz-Grau, 28 % in Farbe
Meist zusammen gezeichnet mit
Blatt, Berge, Sanduhr, Yin und Yang

Gezählt über die 43 Vorlagen auf dieser Seite. Alle wurden für InkCraft gezeichnet; keine ist kopiert oder weiterverbreitet. Du darfst diese Zahlen zitieren, wenn du auf diese Seite verlinkst.

Baum als Tattoo: die Bedeutung

Ein Baum ist das gängige Bild für Familie und für Zeit, und er kann beides zugleich halten, weil seine Form es vorgibt: unten Wurzeln, oben Äste, dazwischen ein einziger Stamm. Das Deutsche hat diese Ordnung in ein Wort gefasst, den Stammbaum, und die mittelalterliche Kunst in ein Bild, die Wurzel Jesse, in der aus dem schlafenden Vater Davids ein Baum wächst, auf dessen Ästen die Vorfahren Jesu sitzen. Das Weihnachtslied „Es ist ein Ros entsprungen aus einer Wurzel zart“ singt davon, denn mit dem Ros ist wohl das Reis gemeint, der junge Trieb aus dem Stamm Isais. Ein Baum mit Namen oder Initialen handelt deshalb fast immer von Herkunft und kaum von Natur.

Die Wurzeln sind die Hälfte, die viele vergessen. Ein Baum mit ausgebreitetem Wurzelwerk sagt, dass die Vergangenheit trägt, dass dich hält, woher du kommst; ein Baum, der an der Erdlinie aufhört, sagt etwas anderes, und meist nicht das, was gemeint war. Wer nach dem Baum des Lebens fragt, meint eine bestimmte Komposition, Wurzeln und Krone gespiegelt in einem Kreis, oft mit nordischer, keltischer oder biblischer Bedeutung, und mehrere Vorlagen auf dieser Seite sind genau so gebaut, darunter ein keltischer Knotenbaum. Ein einzelner Baum ohne Ring erzählt dagegen meist von einem Ort, einer Jahreszeit oder einem Menschen, und er darf schief stehen, knorrig sein und eine Seite haben, auf die der Wind drückt.

Mehr als der Stil verändert die Art die Aussage, und im Deutschen hat fast jeder Baum seine eigene Geschichte. Die Eiche steht für Ausdauer und Dickköpfigkeit, und ein Eichenzweig liegt auf den kleinen deutschen Cent-Münzen in jeder Geldbörse. Die Linde ist der Baum der Liebe und der Dorfgemeinschaft: Unter ihr wurde getanzt und Gericht gehalten, Walther von der Vogelweide ließ um 1200 ein Liebespaar „under der linden“ sein Lager finden, und im Nibelungenlied fällt Siegfried beim Bad im Drachenblut ein Lindenblatt zwischen die Schulterblätter, genau dorthin, wo er verwundbar blieb und wo heute so viele ihr Tattoo tragen. Die Weide trägt die Trauer schon im Namen, als Trauerweide. Tanne und Fichte stehen für Treue durch den Winter, wie es „O Tannenbaum“ besingt, und der Ginkgo, dessen zweigeteiltes Blatt Goethe 1815 in einem Gedicht als Bild für zwei deutete, die eins sind, wird gern von Paaren gewählt.

Ein kahler Baum ist kein toter Baum, sondern einer in seiner Ruhezeit, und als Bild ist er eher hoffnungsvoll als düster, auch wenn ihn viele Betrachter umgekehrt lesen. Die deutsche Romantik hat ihm diese Doppeldeutigkeit gegeben: Caspar David Friedrich malte 1822 den einsamen Baum, eine vom Wetter gezeichnete Eiche in weiter Landschaft, und 1829 eine Eiche im Schnee, beide heute in der Alten Nationalgalerie in Berlin. Auf dieser Seite sind auffallend viele Bäume kahl, knorrig und verdreht, einer mit ein paar Eicheln an den Ästen, und einer steht mit seinem belaubten Gegenstück in einer Sanduhr, oben Winter, unten Sommer. Wer einen kahlen Baum wählt, sollte bereit sein, ihn zu erklären, oder ihm ein Detail geben, das Leben zeigt, eine Knospe, einen Vogel, ein einzelnes grünes Blatt.

Woher das Motiv kommt

Bäume waren in Mitteleuropa heilig, lange bevor jemand sie stach. Tacitus berichtet um das Jahr 98 in seiner Germania, die Germanen weihten ihren Göttern Haine und Wälder, statt sie in Tempelmauern zu sperren. Wie ernst das genommen wurde, zeigt eine der bekanntesten Szenen der deutschen Kirchengeschichte: Bonifatius ließ 723 bei Geismar, unweit des heutigen Fritzlar, die Donareiche fällen und aus ihrem Holz eine Kapelle bauen. Die Linde behielt ihre Rolle als Versammlungsbaum bis weit in die Neuzeit, und manche Gerichts- und Tanzlinden stehen noch heute. Als Tattoo ist der einzelne naturgetreue Baum dagegen jung. Er gehört zum illustrativen Blackwork der letzten fünfzehn Jahre und zur Holzschnitt- und Kupferstichästhetik, aus der dieser Stil schöpft; im alten Seemanns-Flash kommt er kaum vor, dort wachsen allenfalls Palmen, die für eine Fahrt in die Südsee standen.

So findest du deine Version

  • Ein Baum ist hoch und oben breit, und diese Silhouette ist schwerer zu setzen, als sie aussieht. Das Motiv passt auf ein langes Feld, das sich nach oben weiten darf: die Wirbelsäule, die Außenseite des Oberschenkels, einen Unterarm vom Handgelenk bis zur Ellenbeuge. Auf dem Rücken wächst der Stamm über die Wirbelsäule, die Krone breitet sich über die Schulterblätter, und die Wurzeln laufen zum Kreuzbein aus. In ein Quadrat gezwängt wird die Krone flach und rund und sieht nach einiger Zeit aus wie Brokkoli, was nach einem Witz klingt und doch der häufigste Fehler bei diesem Motiv ist.
  • Für filigrane Bäume setzen die feinen Äste die Grenze. Eine Krone aus Hunderten dünner Linien wird zu einer grauen Masse, sobald sich die Farbe in der Haut ausbreitet, und unter etwa zwölf Zentimetern solltest du um weniger, dafür bewusst gesetzte Äste bitten statt um die verkleinerte Fassung einer detaillierten Zeichnung. Klein funktionieren die einfachen Formen: eine Kiefernsilhouette, ein kahler Baum mit runder Krone aus wenigen Strichen wie bei der minimalistischen Vorlage, ein Tannenbaum aus Punkten im Stick-and-Poke-Stil. Am Handgelenk oder hinter dem Ohr bleibt ein Baum lesbar, solange zwischen den Ästen sichtbar Haut steht.
  • Entscheide jetzt, ob Namen hineinkommen. Ein Baum, der Schrift tragen soll, hat andere Abstände zwischen den Ästen als einer, der nur nach Baum aussehen soll, und Namen nachträglich in eine fertige Krone zu setzen ist kaum möglich, ohne sie neu zu zeichnen. Bewährt hat sich eine feste Ordnung, Großeltern in den Wurzeln, Eltern im Stamm, Kinder in den Ästen, oder es bleibt bei Initialen in einem Herzen, das in die Rinde geschnitten ist, wie es Verliebte seit jeher mit dem Taschenmesser tun und wie es eine der farbigen Vorlagen hier zeigt.
  • Unter den 43 Vorlagen auf dieser Seite sind 22 illustrativ, je zwei in Watercolor, Gothic, Blackwork und Neo Traditional und je eine in Old School, Geometrie, Biomechanik, Sketch, minimalistischem Stil, Cybersigilism, Stick and Poke, Trash Polka und keltischem Stil. Manche Bäume sind Teil einer größeren Szene: ein Wald im Körper eines Bären oder eines Hirschs, eine Reihe Kiefern, die als ausgesparte Silhouetten aus einem schwarzen Band ragen, ein kahler Baum mit Augen-Amuletten in den Ästen und zweimal Buddha, einmal meditierend unter dem Bodhi-Baum, einmal als Steinkopf, den die Wurzeln eines Baums umschließen, wie man es in Ayutthaya in Thailand sehen kann.

Größe, Preis und Körperstelle

Wie groß es wird und was es kostet

Ein Baum in Linework von zehn bis zwölf Zentimetern ist eine Arbeit von zwei bis drei Stunden. Ein detaillierter illustrativer Baum mit vollem Wurzelwerk und strukturierter Krone braucht 20 Zentimeter und mehr und einen ganzen Tag, ein Rückenstück mehrere Sitzungen. Namen kommen als Schriftarbeit dazu, und Schrift wird nach Sorgfalt berechnet, nicht nach Fläche.

Wo es gut sitzt und wie weh es tut

Die Wirbelsäule ist die natürliche Heimat dieser Form, ein hohes Feld, das Wurzeln und Krone zugleich tragen kann, und sie tut über den Dornfortsätzen deutlich weh. Außenseite des Oberschenkels und ein ganzer Unterarm funktionieren ebenso, und um den Oberarm kann ein Baum herumwachsen, wenn die Krone der Schulterkuppe folgt. Meide quadratische Felder wie das Schulterblatt, es sei denn, der Entwurf wurde für eines gezeichnet, etwa ein Baum im Kreis. Unterarm und Oberschenkel gehören zu den angenehmen Stellen.

Was du im Studio fragen solltest

  • Zeichnen wir Wurzeln, und wie weit reichen sie? An dieser Hälfte hängt die Bedeutung für die Familie.
  • Welche Art soll es werden, und arbeitest du nach Fotos echter Eichen, Linden oder Kiefern statt nach anderen Tattoos?
  • Kommen Namen jetzt oder später hinein, und planst du die Abstände der Äste von Anfang an für Schrift?

Preise hängen stark vom Studio und von der Region ab; lies diese Angaben als Sitzungsdauer, nicht als Kostenvoranschlag, und rechne bei jedem kleinen Motiv mit dem Mindestpreis des Studios.

Häufige Fragen

Was bedeutet ein Baum als Tattoo?

Meist Familie und Herkunft, weil Wurzeln, Stamm und Krone Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in eine Form bringen. Dazu kommt, was die Art sagt: die Eiche Ausdauer, die Linde Liebe und Gemeinschaft, die Weide Trauer, Tanne und Kiefer Beständigkeit durch den Winter.

Ist ein Baum des Lebens dasselbe wie ein Baum-Tattoo?

Nein. Der Baum des Lebens ist eine bestimmte Komposition mit gespiegelten Wurzeln und Ästen in einem Ring und trägt nordische, keltische oder biblische Bedeutungen. Wer ihn möchte, sollte ihn beim Namen nennen, denn ein beliebiger Baum in einem Kreis ist noch kein Lebensbaum.

Was bedeutet ein kahler Baum?

Ruhe, nicht Tod: einen Baum im Winter, der im Frühjahr wieder austreibt. Gemeint ist das fast immer hoffnungsvoll, aber viele Betrachter lesen es andersherum, und ein einzelnes Detail wie eine Knospe macht die Absicht klar.

Wie bringe ich meine Familie in ein Baum-Tattoo?

Mit Initialen oder Geburtsjahren geht es kompakt, mit ganzen Namen braucht jeder Ast eine ruhige Strecke von einigen Zentimetern. Leg vor dem Termin fest, wer dazugehört, und lass in der Skizze einen leeren Ast für Menschen, die noch kommen. Für einen Familienbaum mit mehr als sechs Namen ist der Rücken oder ein ganzer Unterarm der richtige Ort.

Wie filigran darf ein Baum am Unterarm sein?

Filigran ja, kleinteilig nein. Ein Unterarm bietet Länge, also lieber einen hohen, schmalen Baum mit wenigen langen Ästen als eine dichte, runde Krone; die feinsten Zweige sollten so weit auseinanderstehen, dass dazwischen auch in zehn Jahren Haut zu sehen ist.

Wie sehe ich, ob ein Baum auf meinen Rücken passt?

Mit einem Foto deines Rückens, aufgenommen mit locker hängenden Armen. Im Tattoo-Simulator von InkCraft legst du jeden Baum dieser Seite in 3D auf deine Haut, direkt im Browser, und siehst, ob der Stamm der Wirbelsäule folgen kann und die Krone über die Schulterblätter reicht.

Teste es auf deiner Haut, bevor du dich festlegst

InkCraft legt jede dieser Vorlagen auf ein Foto von dir, angepasst und um die Körperstelle gewölbt, die du wählst, damit du urteilen kannst, bevor es für immer ist.

Oder probier es zuerst im Browser aus: kostenlos, ohne Download