Tattoo-Ideen

Blackwork-Tattoo: Blumen, Streifen, Rücken

48 originale Vorlagen zum Thema Blackwork-Tattoos, für InkCraft gezeichnetVon Aktualisiert am

This page in EnglishEsta página en españolEsta página em portuguêsЭта страница на русском

Schwarz als Grund, die Haut als Zeichnung: Im Blackwork entsteht das Motiv oft aus dem, was ungestochen bleibt. Kein Stil bleibt über Jahrzehnte so gut lesbar, und keiner lässt dir so wenig Spielraum, es dir später anders zu überlegen.

Tippe auf eine Vorlage, um sie im Simulator auf deiner eigenen Haut zu sehen, ohne Anmeldung.

Was ist Blackwork, und was unterscheidet es von Tribal?

In den meisten Stilen beschreibt Schwarz ein Motiv, hier umgibt es eines. Ein Blackwork-Stück liest man oft als Form dessen, was frei geblieben ist, eine Figur, die aus einer gefüllten Fläche ausgespart wurde, und deshalb wird die freie Haut genauso sorgfältig geplant wie die Tinte. Ein Stück, das schlicht wirkt, hat darum nicht selten länger gedauert als ein detailreiches.

Mit Tribal wird es gern verwechselt, gebaut ist es umgekehrt. Ein Tribal ist eine schwarze Form, die selbst das Bild ist; Blackwork nutzt Schwarz als Untergrund, und die Zeichnung erscheint in dem, was darin fehlt. Am anderen Ende steht Blackout, bei dem ganze Flächen bis auf wenige Aussparungen geschwärzt werden. Der Name ist übrigens älter als das Tattoo, denn Blackwork hieß schon die schwarze Stickerei auf weißem Leinen im England der Tudorzeit.

Viel von der Bildsprache stammt aus Holzschnitt und Kupferstich, und wer im Blackwork Schraffuren und harte Kontraste sieht, denkt nicht zufällig an Dürer. Unter den 48 Vorlagen dieser Seite sind dreimal das Sternzeichen Jungfrau, je zwei Farne, Augen und Wellen, dazu ein ägyptisches Motiv, ein Wal, eine Eule, ein Unendlichkeitszeichen, ein Hirsch, eine Sonnenblume, der Todesengel, eine Wolke, eine Mohnblume und eine Medusa.

Blackwork-Blumen und Streifen: Formen, die tragen

Blumen funktionieren im Blackwork, wenn ihre Form schon als Schattenriss stimmt. Mohn, Sonnenblume und Farn auf dieser Seite sind so gebaut: Die Blüte ist eine klare Silhouette, die Blätter sind satte Flächen, und die feinen Adern entstehen als ausgesparte Linien im Schwarz. Eine dichte Rosenranke mit vielen überlappenden Blättern läuft dagegen im Vollschwarz zu einem Klumpen zusammen, wenn niemand die Lücken plant.

Streifen sind die reinste Form des Stils: ein oder mehrere Bänder aus Vollschwarz um Oberarm, Unterarm oder Wade, mal unterbrochen, mal unterschiedlich breit. Das sieht einfach aus und ist es nicht. Eine Kante, die um einen Arm läuft, muss sich nach einer vollen Runde exakt treffen, und weil Arme sich verjüngen, wird jedes Band für deinen Umfang gezeichnet, nicht von einer Vorlage abgepaust. Schmale Streifen unter etwa einem Zentimeter verlieren mit den Jahren als Erstes ihre scharfe Kante.

Am Hals ist Blackwork besonders sichtbar und besonders anspruchsvoll: dünne Haut, ständige Bewegung und Kragen, die in der Heilung reiben. Am Oberarm trägt der Stil am selbstverständlichsten, weil die Fläche groß und ruhig ist. Auf dem Brustbein zählt die Symmetrie, bei einer männlichen wie bei einer weiblichen Brust, denn kein Körper ist spiegelgleich, und ein gutes Studio setzt den Stencil lieber dreimal neu an.

Blackwork am Rücken: wie große schwarze Flächen heilen

Eine große Fläche Vollschwarz ist viel Belastung für die Haut in einer Sitzung. Die Stelle nässt stärker, braucht länger und heilt eher fleckig ab als Linien oder Schattierungen, und jede Unregelmäßigkeit fällt auf flachem Schwarz sofort auf, während sie in einem Verlauf verschwinden würde.

Rechne also mit einem Nachstechen, und erwarte, dass ein gutes Studio das vorher sagt, statt es als Fehler zu behandeln. Ein Rückenstück wird meist auf mehrere Termine verteilt, genau aus diesem Grund: Zwei kleinere Wunden heilen gleichmäßiger als eine große. Sonne auf einer heilenden schwarzen Fläche ist der schnellste Weg zu einem fleckigen Ergebnis, und anders als bei Fine Line gibt es nichts Kleinteiliges, hinter dem sich die Flecken verstecken könnten.

Bleibt die Endgültigkeit. Eine satte schwarze Fläche nimmt später kein anderes Motiv mehr an, also bleiben nur Vergrößern oder viele Lasersitzungen. Verbring die Beratung deshalb mit Umriss und Größe statt mit dem Inneren: Das Innere ist der Teil, der sich nie mehr ändert, der Umriss der Teil, den du vielleicht einmal erweitern willst.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Blackwork und Blackout?

Blackwork nutzt Schwarz als Grund und lässt das Motiv in der freien Haut erscheinen, oft mit viel Haut drumherum. Blackout schwärzt ganze Flächen, einen Arm, ein Bein oder ein Panel, bis kaum noch Haut übrig ist, und dient häufig dazu, alte Tattoos zu begraben.

Tut Blackwork mehr weh?

Die Sitzung ist eher länger und eintöniger als schärfer, weil für eine gleichmäßige Fläche dieselbe Haut mehrmals bearbeitet wird. Danach nässt sie stärker, und große Stücke werden oft geteilt, damit jede Heilung kleiner ausfällt.

Verblasst Blackwork?

Weniger sichtbar als jeder andere Stil. Es gibt keinen Verlauf, der verschwimmt, und keine Farbe, die kippt; eine volle Fläche wird an den Rändern weicher und bleibt das Tattoo, das sie war. Was Blackwork verdirbt, ist fleckige Heilung, nicht Verblassen.

Wie wirkt ein Blackwork-Streifen an meinem Oberarm?

Probier ihn im Tattoo-Simulator von InkCraft auf einem Foto deines Arms aus und schau, wie viel Fläche das Schwarz wirklich einnimmt. Auf dem Bildschirm wirkt Vollschwarz fast immer kleiner, als es später auf der Haut liegt.

Teste es auf deiner Haut, bevor du dich festlegst

InkCraft legt jede dieser Vorlagen auf ein Foto von dir, angepasst und um die Körperstelle gewölbt, die du wählst, damit du urteilen kannst, bevor es für immer ist.

Oder probier es zuerst im Browser aus: kostenlos, ohne Download