Tattoo-Ideen

Löwe als Tattoo: Bedeutung und Sternzeichen

73 originale Vorlagen zum Thema Löwe, für InkCraft gezeichnetVon Aktualisiert am

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Ruhig oder brüllend, mit oder ohne Krone: Ein Löwe als Tattoo sagt je nach Zeichnung fast Gegensätzliches. Die Mähne legt die Mindestgröße fest, denn ihre feinen Strähnen laufen unter etwa zwölf Zentimetern binnen zehn Jahren zu einem grauen Kranz zusammen.

Tippe auf eine Vorlage, um sie im Simulator auf deiner eigenen Haut zu sehen, ohne Anmeldung.

Diese Serie aus 73 Vorlagen zum Motiv Löwe, in Zahlen

Vertretene Stile
illustrativ (20), Dotwork (8), Old School (6), Linework (5), Neo Traditional (5), japanisch (5)
Schwarz-Grau oder Farbe
70 % in Schwarz-Grau, 30 % in Farbe
Meist zusammen gezeichnet mit
Löwe, Mandala, Sternbild, Krone

Gezählt über die 73 Vorlagen auf dieser Seite. Alle wurden für InkCraft gezeichnet; keine ist kopiert oder weiterverbreitet. Du darfst diese Zahlen zitieren, wenn du auf diese Seite verlinkst.

Löwe als Tattoo: die Bedeutung

Der Löwe ist ein Tier des Ranges, und er ist es länger als fast jedes andere Motiv der Tätowierung. Er steht für Mut, Würde und Schutz, nicht für Angriff, und dieser Unterschied entscheidet über den Entwurf: Ein Löwe mit aufgerissenem Maul und einer mit geschlossenem Maul und ruhigem Blick sagen beinahe das Gegenteil. Die meisten, die einen Löwen wollen, meinen den zweiten, und vorgelegt wird ihnen oft der erste. Wer Stärke tragen möchte, die nichts beweisen muss, ist mit dem ruhigen Kopf besser bedient.

In Deutschland begegnet man dem Löwen zuerst als Wappentier. Hessen und Thüringen führen einen rot-silbern gestreiften, Baden-Württemberg die drei schreitenden schwarzen Löwen der Staufer, Schleswig-Holstein zwei blaue, und in Bayern halten zwei goldene Löwen das große Staatswappen. Die Heraldik hat auch die Haltung festgelegt, die viele Old-School-Löwen bis heute zeigen: aufgerichtet, im Profil, eine Pranke erhoben. Ein Löwe mit Krone liest sich vor diesem Hintergrund als Aussage über Rang, über Selbstbeherrschung oder die Verantwortung für eine Familie, während der Löwe ohne Krone eher einen Charakter beschreibt. Keine andere Ergänzung verändert die Aussage so stark.

Bei Löwe und Löwin teilt sich die Lesart. Der Löwe mit Mähne gilt traditionell als männliches Bild; die Löwin, ohne Mähne, mit längerem Gesicht und oft im Profil gezeichnet, wählen viele bewusst, die dieselben Eigenschaften ohne diese Zuordnung tragen wollen, und im Rudel ist es ohnehin sie, die jagt. Eine Löwin mit Jungen ist fast immer ein Motiv über Mutterschaft, Löwe und Löwin nebeneinander ein Paar-Tattoo, oft als zwei Köpfe auf zwei Armen. Für Väter gibt es das Gegenbild, den großen Löwen mit einem Jungen, und hier gehört auch der König der Löwen hin: Mufasa und Simba, der Vater, der aus den Wolken weiter über den Sohn wacht. In Hamburg läuft das Musical seit 2001, und für viele ist es schlicht das Bild von Vater und Kind.

Darunter liegt die Schicht des Sternzeichens. Der Löwe gilt etwa vom 23. Juli bis zum 22. August, sein Element ist das Feuer und sein Herrscher die Sonne, und ein guter Teil der Löwen-Tattoos ist in Wahrheit ein Geburtszeichen, bei dem das Tier doppelte Arbeit leistet. Die Glyphe, eine Schleife mit geschwungenem Schwanz, wird als Mähne oder als Schwanz gedeutet. Am Himmel bildet eine Sichel aus Sternen, ein gespiegeltes Fragezeichen, den Kopf, mit Regulus am Fuß, lateinisch der kleine König, und Denebola am anderen Ende, arabisch für den Schwanz des Löwen. Wer das Sternzeichen meint, sagt es am besten schon im Vorgespräch, denn dann gehören Glyphe oder Sternbild ins Motiv.

Woher das Motiv kommt

Lange bevor Löwen auf die Haut kamen, bewachten sie Tore. Die glasierten Ziegellöwen der Prozessionsstraße von Babylon, gebaut unter Nebukadnezar II. im 6. Jahrhundert vor Christus, gehören zum Teil heute zum Berliner Pergamonmuseum, gemeinsam mit dem Ischtar-Tor. Um 1166 ließ Heinrich der Löwe vor seiner Burg Dankwarderode in Braunschweig einen bronzenen Löwen aufstellen, die erste große frei stehende Bronzefigur nördlich der Alpen seit der Antike; das Original steht heute im Museum der Burg, auf dem Platz davor eine Kopie. Die griechische Sage setzte den Nemeischen Löwen, den Herakles in seiner ersten Arbeit erwürgte, als Sternbild an den Himmel. Das fotorealistische Löwenporträt ist dagegen jung: Es gehört zu den Schwarz-Grau-Schulen, die in den 1970er- und 80er-Jahren aus der Chicano-Tätowierung in Los Angeles hervorgingen, und deshalb sehen so viele moderne Löwen aus wie ein Foto und nicht wie ein Wappen.

So findest du deine Version

  • Für einen kleinen Löwen wechsle die Technik, nicht nur die Größe. Ein geometrischer Löwe, einer aus wenigen Linien oder ein Old-School-Kopf mit kräftiger Kontur hält auch unter acht Zentimetern, weil er aus bewusst getrennten Linien gebaut ist und nicht aus Textur. Ein realistischer Kopf in Schwarz-Grau dagegen braucht Platz für jede Strähne und gehört auf Unterarm, Oberarm oder Brust, nicht aufs Handgelenk.
  • Frontal oder im Profil entscheidet über die Stelle. Ein Löwe, der dich direkt ansieht, will eine symmetrische Fläche: Brustmitte, oberer Rücken, die flache Seite des Unterarms. Ein Kopf im Profil oder in Dreiviertelansicht folgt der Außenseite von Arm oder Oberschenkel. Ein frontales Porträt auf der Rundung des Bizeps ist der übliche Grund, warum ein Löwe auf Fotos leicht schief wirkt.
  • Wähle den Ausdruck vor dem Stil. Ein ruhiger Blick mit geschlossenem Maul, ein Brüllen, ein gesenkter Kopf, ein Löwe mit Jungen: Jede Haltung erzählt etwas anderes, und das Foto, das dir gefällt, zeigt vielleicht nicht das, was du sagen willst. Von den 73 Entwürfen auf dieser Seite sind 20 illustrativ, acht in Dotwork, sechs in Old School und je fünf in Linework, Neo Traditional und japanisch-asiatischem Stil, dahinter geometrische, ornamentale, Blackwork-, Sketch-, Aquarell- und Trash-Polka-Arbeiten sowie je ein Löwe in New School und in Biomechanik.

Größe, Preis und Körperstelle

Wie groß es wird und was es kostet

Ein realistisches Löwenporträt ist ein großes Vorhaben: zwölf bis zwanzig Zentimeter und meist ein ganzer Tag, manchmal zwei, weil die Mähne aus Hunderten einzelner Striche besteht. Ein geometrischer oder linearer Löwe von acht bis zehn Zentimetern ist in zwei bis drei Stunden fertig und kostet einen Bruchteil; der Unterschied liegt in der Technik, nicht in der Fläche. Krone, Rosen oder ein Sternbild um den Kopf verlängern jede Sitzung.

Wo es gut sitzt und wie weh es tut

Außenseite des Oberarms und Oberschenkel tragen einen Löwen im Profil oder in Dreiviertelansicht. Der Unterarm ist die übliche Stelle für einen senkrechten Kopf und gut auszuhalten, nur an der Innenseite zum Handgelenk hin wird es spitzer. Ein frontaler Löwe auf dem Brustbein oder dem oberen Rücken wirkt am stärksten, aber eine ganztägige Sitzung über dem Brustbein ist eine echte Ausdauerprobe.

Was du im Studio fragen solltest

  • Ob der Ausdruck ruhig oder brüllend werden soll, denn die Vorlage, die dir gefällt, sagt vielleicht nicht das, was du meinst.
  • Wie die Mähne bei deiner Größe hält, und ob sie in zehn Jahren noch als einzelne Strähnen erkennbar ist.
  • Ob Sternbild oder Glyphe gleich mit hinein sollen, wenn das Tattoo für dein Sternzeichen steht.

Preise hängen stark vom Studio und von der Region ab; lies diese Angaben als Sitzungsdauer, nicht als Kostenvoranschlag, und rechne bei jedem kleinen Motiv mit dem Mindestpreis des Studios.

Häufige Fragen

Was bedeutet ein Löwe als Tattoo?

Mut, Würde und die Bereitschaft, andere zu schützen, eher Autorität als Aggression. Mit Krone wird daraus eine Aussage über Rang oder Verantwortung, als Löwin mit Jungen ein Bild für Mutterschaft, mit Sternbild oder Glyphe ein Geburtszeichen.

Wie lässt sich das Sternzeichen Löwe als Tattoo zeigen?

Auf drei Arten, die sich kombinieren lassen: als Glyphe, eine Schleife mit geschwungenem Ende, die schon ab zwei Zentimetern funktioniert; als Sternbild mit der Sichel am Kopf und Regulus als hellstem Punkt; oder als Tier, um das die Sterne gelegt sind. Die Glyphe passt ans Handgelenk oder hinters Ohr, das Sternbild braucht etwa acht Zentimeter Breite.

Löwe oder Löwin?

Der Löwe mit Mähne liest sich als Autorität und gilt traditionell als männlich, die Löwin als Schutz und Fürsorge und ist die übliche Wahl für ein Familien- oder Mutterschaftsmotiv. Beide werden sehr verschieden gezeichnet, und das lange Gesicht der Löwin kommt ohne Mähne auch mit kleineren Größen zurecht, also entscheide dich vor dem Stencil.

Geht ein Motiv aus dem König der Löwen?

Ja, am besten als eigene Zeichnung statt als Filmstill: das Junge, das auf dem Felsen in die Höhe gehalten wird, Vater und Sohn als Silhouetten vor der untergehenden Sonne, ein Gesicht in den Wolken. Silhouetten in satter schwarzer Fläche halten am längsten und brauchen wenig Platz, und ein Studio zeichnet dir gern eine Version, die an den Film erinnert, ohne ihn zu kopieren.

Was ist ein japanischer Löwe?

Ein Karajishi, wörtlich chinesischer Löwe: ein Fabeltier mit lockiger Mähne und runden Augen, hervorgegangen aus den Wächterlöwen chinesischer Tempel. In der japanischen Tätowierung erscheint er meist mit Pfingstrosen, einer festen Paarung aus Kraft und Blüte, und er braucht wie alle Motive dieser Tradition einen Hintergrund aus Wind oder Wolken.

Wie sehe ich den Löwen vorher auf meinem Unterarm?

Leg einen der Löwen dieser Seite im Tattoo-Simulator von InkCraft in 3D auf ein Foto deines Unterarms, direkt im Browser. So siehst du, ob das Gesicht bei hängendem Arm nach vorn zeigt und ob die Mähne in der gewählten Größe noch Luft hat.

Teste es auf deiner Haut, bevor du dich festlegst

InkCraft legt jede dieser Vorlagen auf ein Foto von dir, angepasst und um die Körperstelle gewölbt, die du wählst, damit du urteilen kannst, bevor es für immer ist.

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