Tattoo-Ideen

Panther-Tattoo: schwarzer Panther und Bedeutung

30 originale Vorlagen zum Thema Panther, für InkCraft gezeichnetVon Aktualisiert am

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Schwarz ist beim Panther keine Farbe, sondern die ganze Fläche, und was ihn formt, sind die Stellen, an denen der Tätowierer Haut frei lässt. Wo diese Lichter sitzen, auf Stirn, Schulter und Pranke, entscheidet darüber, ob du eine Raubkatze trägst oder einen dunklen Fleck.

Tippe auf eine Vorlage, um sie im Simulator auf deiner eigenen Haut zu sehen, ohne Anmeldung.

Diese Serie aus 30 Vorlagen zum Motiv Panther, in Zahlen

Vertretene Stile
illustrativ (12), Old School (4), Dotwork (3), ornamental (2), Flash (2), minimalistisch (1)
Schwarz-Grau oder Farbe
77 % in Schwarz-Grau, 23 % in Farbe
Meist zusammen gezeichnet mit
Blatt, Totenkopf, Aztekisches Motiv, Feder

Gezählt über die 30 Vorlagen auf dieser Seite. Alle wurden für InkCraft gezeichnet; keine ist kopiert oder weiterverbreitet. Du darfst diese Zahlen zitieren, wenn du auf diese Seite verlinkst.

Panther als Tattoo: die Bedeutung

Ein Panther steht für Kraft, die sich beherrscht. So kam er in die amerikanische Tätowierung: als schwarze Katze, die mit ausgefahrenen Krallen einen Arm hinunterkriecht, den Kopf tief, eine Vorderpranke weit vorgestreckt, gefährlich, aber noch nicht im Sprung. Das Bild handelt von Bereitschaft und nicht vom Angriff, und gerade deshalb lesen viele Träger es als Schutz, als Wächter, der sich zeigt, damit er nicht kämpfen muss. Ob diese ruhigere Deutung gilt, entscheidet das Maul. Geschlossen bleibt der Panther ein Hüter, aufgerissen mit gefletschten Zähnen wird er zur Drohung, und dieselbe Zeichnung sagt das Gegenteil, je nachdem, wie weit der Kiefer offen steht. Auch die Haltung arbeitet mit: Ein kriechender Panther kommt irgendwoher und will irgendwohin, während ein stehender oder sitzender auf der Haut oft flach wirkt, obwohl er sauber gestochen ist.

Einen schwarzen Panther als eigene Art gibt es nicht. Gemeint ist eine Großkatze mit Melanismus, einem Übermaß an dunklem Farbstoff im Fell, in Afrika und Asien ein Leopard, in Mittel- und Südamerika ein Jaguar, und im schrägen Licht schimmern die Rosetten unter dem Schwarz noch durch. In Nordamerika heißt außerdem der Puma umgangssprachlich Panther, etwa der Florida-Panther, der gar nicht schwarz ist. Aus dieser Tarnung kommt die Lesart, die viele mit dem schwarzen Panther verbinden: das Verborgene, das offen vor einem liegt, ein Muster, das da ist und das man trotzdem erst beim zweiten Blick bemerkt. Rudyard Kipling gab dem Tier im „Dschungelbuch“ von 1894 den Charakter, den deutsche Leser als Baghira kennen, Mowglis Lehrer und Beschützer. Bei Kipling erzählt der Panther, er sei in den Käfigen des Königs von Udaipur geboren, und unter seinem Kinn sitze noch die kahle Stelle, die das Halsband hinterlassen hat; der Schutzgeist des Jungen ist also selbst ein Entlaufener.

Deutsche Leser haben dazu ein Gedicht, das viele noch aus der Schule kennen. Rainer Maria Rilke schrieb „Der Panther“ nach Besuchen im Jardin des Plantes in Paris; es steht in den „Neuen Gedichten“ von 1907 und beginnt mit einem Blick, der vom Vorübergehen der Stäbe so müde geworden ist, dass er nichts mehr hält. Dem Tier ist, heißt es weiter, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt. Wer einen Panther mit diesen Zeilen trägt oder hinter senkrechten Linien zeichnen lässt, meint keine Kraft, sondern die gefangene: eine Stärke, die nirgends hinkann, oder eine Zeit, in der man sich selbst so erlebt hat. Das ist eine völlig andere Aussage als die kriechende Katze aus dem Flash, und es lohnt sich, sie im Studio auszusprechen, damit die Gitterstäbe nicht als bloßer Hintergrund gezeichnet werden.

Und dann ist da Black Panther. Die Marvel-Figur, 1966 von Stan Lee und Jack Kirby in den „Fantastic Four“ eingeführt, ist T’Challa, König des erfundenen afrikanischen Landes Wakanda, und seit dem Kinofilm von 2018 mit Chadwick Boseman tragen Fans die Maske des Helden oder die vor der Brust verschränkten Arme des Grußes „Wakanda forever“. Im selben Jahr 1966 gründeten Huey P. Newton und Bobby Seale in Oakland die Black Panther Party, und ein schwarzer Panther zusammen mit einer erhobenen Faust wird in den USA bis heute als politisches Zeichen gelesen. Beides hat mit der Katze der alten Flash-Bögen wenig zu tun, und wer eines davon meint, sollte es im Entwurf auch sichtbar machen.

Woher das Motiv kommt

Lange bevor der Panther über Flash-Bögen kroch, war er ein Fabeltier. Der Physiologus, das frühchristliche Tierbuch, erzählt, der Panther schlafe nach dem Fressen drei Tage, erwache dann mit einem Brüllen und verströme einen so süßen Duft, dass alle Tiere ihm folgen, nur der Drache nicht; die Ausleger sahen darin Christus, der am dritten Tag aufersteht. Die Heraldik machte daraus ein Mischwesen mit Hörnern, dem Flammen aus dem Rachen schlagen, und genau dieses Tier ist der steirische Panther: silbern auf grünem Grund, seit dem 12. Jahrhundert mit den Landesherren der Steiermark verbunden und bis heute im Landeswappen. Auch das bayerische Staatswappen führt einen blauen Panther, der für Altbayern steht. Die echte Katze kam erst im 20. Jahrhundert in die Tätowierung. Der kriechende Panther gehört zu den ältesten Motiven des amerikanischen Old School, in den 1930er- und 1940er-Jahren festgelegt und seither kaum verändert, und beliebt war er auch aus einem praktischen Grund: Eine große schwarze Katze deckte ein altes Tattoo besser ab als fast alles andere, weshalb Panther jahrzehntelang zu den verlässlichsten Cover-ups zählten. Aus derselben Zeit stammt der Kopf, der mit den Krallen durch die Haut zu reißen scheint, mit roten Rissen ringsum.

So findest du deine Version

  • Leg zuerst fest, ob das Maul offen oder geschlossen ist, denn ein fauchender und ein ruhiger Panther sind zwei verschiedene Tattoos aus denselben Teilen, und ein Tätowierer zeichnet, was du sagst, ohne zu raten. Die zweite Frage betrifft das Licht. Ein schwarzes Tier hat keine Zeichnung, an der sich die Form ablesen lässt; die Plastik entsteht nur aus den Glanzlichtern, die im Schwarz ausgespart bleiben, auf Stirn, Nasenrücken, Schulterblatt und den Muskeln der Vorderläufe. Frag deshalb nicht, wie das Fell gestochen wird, sondern woher das Licht kommt, und achte darauf, dass es aus einer einzigen Richtung fällt. Die Augen sind die eine Stelle, an der Farbe viel bewirkt: Gelb oder Grün in einem sonst schwarzen Kopf ist ein alter Kniff, der auch nach Jahren noch trägt.
  • Klein geht der Panther besser, als man denkt, aber nur als Silhouette. Eine satt gefüllte, schleichende Katze im Profil, vier bis sechs Zentimeter lang, bleibt lesbar, weil ihr Umriss mit langem Schwanz, gesenktem Kopf und vorgeschobener Schulter unverwechselbar ist; ein Panther-Kopf mit Lichtern, Schnurrhaaren und Zähnen braucht dagegen zehn Zentimeter und mehr, sonst laufen die ausgesparten Stellen zu. Für Fine Line taugt das Motiv kaum, weil von einer schwarzen Katze aus feinen Linien nur eine Kontur übrig bleibt. Wer den kriechenden Panther möchte, braucht eine Gliedmaße, an der er hinabsteigen kann, den Unterarm, den Oberarm, die Wade.
  • Als Cover-up ist der Panther bis heute eine gute Wahl, solange beide Seiten ehrlich rechnen: Er muss deutlich größer sein als das, was er verdecken soll, und ein sehr dunkles altes Tattoo lässt sich mit ein paar Lasersitzungen vorher so weit aufhellen, dass die neuen Lichter überhaupt Platz haben. Unter den 30 Vorlagen dieser Seite sind 12 illustrativ, 4 Old School und 3 in Dotwork, je zwei ornamentale und Flash-Entwürfe sowie je eine minimalistische, geometrische, Sketch-, Watercolor-, Linework-, Blackwork- und Patchwork-Arbeit. Den Leoparden mit offen gezeigter Zeichnung findest du auf seiner eigenen Seite.

Größe, Preis und Körperstelle

Wie groß es wird und was es kostet

Ein Panther-Kopf von zehn bis fünfzehn Zentimetern ist eine Sitzung von zwei bis drei Stunden. Ein ganzer kriechender Panther nach alter Art braucht einen halben Tag und eine lange Fläche, denn die Haltung ist der Entwurf. Als Cover-up wird es mehr, weil das Schwarz gleichmäßig über altes Pigment gelegt werden muss, während eine kleine Silhouette meist mit dem Mindestpreis erledigt ist.

Wo es gut sitzt und wie weh es tut

Der kriechende Panther gehört an eine Gliedmaße, an die Außenseite des Unterarms oder des Oberarms oder an die Wade, und er kriecht dabei abwärts, Richtung Hand oder Fuß. Ein frontaler Kopf passt auf Brust, Oberschenkel, Knie oder Handrücken; Knie und Handrücken sind die schmerzhafteren Stellen, weil der Knochen dicht unter der Haut liegt. Außenarm und Wade sind am leichtesten auszuhalten, und große schwarze Flächen heilen dort am ruhigsten.

Was du im Studio fragen solltest

  • Woher fällt das Licht in deinem Entwurf, und welche Glanzstellen bleiben im Schwarz frei, damit man die Muskeln noch sieht?
  • Bleibt das Maul geschlossen, oder zeigt der Panther Zähne? Ich möchte das bewusst entscheiden und nicht der Vorlage überlassen.
  • Wenn er ein altes Tattoo verdecken soll: Wie viel davon verschwindet wirklich, und brauche ich vorher eine Lasersitzung?

Preise hängen stark vom Studio und von der Region ab; lies diese Angaben als Sitzungsdauer, nicht als Kostenvoranschlag, und rechne bei jedem kleinen Motiv mit dem Mindestpreis des Studios.

Häufige Fragen

Was bedeutet ein Panther-Tattoo?

Beherrschte Kraft, nicht Aggression. Der klassische kriechende Panther steht für etwas Gefährliches, das sich entschieden hat, noch nicht zuzuschlagen, und viele tragen ihn als Wächter. Mit geschlossenem Maul bleibt es bei dieser Lesart, mit gefletschten Zähnen kippt sie in eine Drohung.

Was bedeutet ein schwarzer Panther als Tattoo?

Das Verborgene, das man trotzdem sehen kann. Ein schwarzer Panther ist ein Leopard oder Jaguar mit dunklem Fell, unter dem die Rosetten schwach erkennbar bleiben, und genau dieses Doppelte, sichtbar und versteckt zugleich, tragen die meisten mit. Wer Rilkes Gedicht im Kopf hat, liest außerdem die gefangene Kraft hinter den Stäben.

Was ist der steirische Panther?

Das Wappentier der Steiermark, ein silberner, gehörnter Panther auf grünem Grund, dem Flammen aus dem Rachen schlagen. Mit der Großkatze teilt er nur den Namen, denn das Tier der Heraldik ist ein Fabelwesen. Als Tattoo ist er ein Bekenntnis zur Herkunft und sollte nach dem echten Wappen gezeichnet werden, nicht nach einer Raubkatzen-Vorlage.

Hat ein Black-Panther-Tattoo etwas mit Marvel zu tun?

Oft ja, und dann zeigt es meist die Maske des Helden T’Challa oder den Gruß mit den verschränkten Armen. Mit der Katze aus dem Old School hat die Figur wenig gemein. Die gleichnamige Partei aus Oakland ist ein drittes, politisches Zeichen; wenn eines davon gemeint ist, sollte das Tattoo es deutlich zeigen.

Wie klein darf ein Panther-Tattoo sein?

Als gefüllte Silhouette im Profil reichen vier bis sechs Zentimeter, weil der schleichende Umriss mit langem Schwanz für sich spricht. Ein Kopf mit Lichtern und Zähnen braucht mindestens zehn Zentimeter, damit die ausgesparten Stellen nach ein paar Jahren nicht zugelaufen sind.

Wie sehe ich, ob der Panther meinen Arm hinunterkriecht?

Mit einem Foto deines Arms in seiner gewohnten Haltung. Im Tattoo-Simulator von InkCraft setzt du jeden Panther dieser Seite in 3D auf deine Haut, direkt im Browser, und drehst den Arm so lange, bis klar ist, ob der Kopf zur Hand zeigt und die Pranke über die Schulter greift.

Teste es auf deiner Haut, bevor du dich festlegst

InkCraft legt jede dieser Vorlagen auf ein Foto von dir, angepasst und um die Körperstelle gewölbt, die du wählst, damit du urteilen kannst, bevor es für immer ist.

Oder probier es zuerst im Browser aus: kostenlos, ohne Download