Tattoo-Ideen

Sensenmann-Tattoo: Bedeutung, Sanduhr, klein

9 originale Vorlagen zum Thema Sensenmann, für InkCraft gezeichnetVon Aktualisiert am

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Unter der Kapuze sitzt entweder ein Schädel oder gar nichts, und mit dieser Wahl entscheidest du mehr als mit Sense, Laterne oder Stundenglas. Die leere Kapuze lebt allerdings vom Schwarz: Nur dicht und gleichmäßig gestochen bleibt sie ein Loch statt eines grauen Flecks.

Tippe auf eine Vorlage, um sie im Simulator auf deiner eigenen Haut zu sehen, ohne Anmeldung.

Diese Serie aus 9 Vorlagen zum Motiv Sensenmann, in Zahlen

Vertretene Stile
illustrativ (6), Dotwork (2), Old School (1)
Schwarz-Grau oder Farbe
89 % in Schwarz-Grau, 11 % in Farbe
Meist zusammen gezeichnet mit
Santa Muerte, Geist, Blume, Totenkopf

Gezählt über die 9 Vorlagen auf dieser Seite. Alle wurden für InkCraft gezeichnet; keine ist kopiert oder weiterverbreitet. Du darfst diese Zahlen zitieren, wenn du auf diese Seite verlinkst.

Sensenmann als Tattoo: die Bedeutung

Der Sensenmann ist der Tod bei der Arbeit. Ein Totenkopf erinnert dich daran, dass du sterben wirst; der Sensenmann ist derjenige, der kommt, um dich abzuholen, und er kommt als Schnitter, nicht als Krieger. Ein geistliches Lied aus dem 17. Jahrhundert beginnt mit der Zeile „Es ist ein Schnitter, heißt der Tod“, und Achim von Arnim und Clemens Brentano nahmen es später in „Des Knaben Wunderhorn“ auf. Das Bild dahinter ist noch älter: Beim Propheten Jesaja und im ersten Petrusbrief ist alles Fleisch wie Gras, und Johannes Brahms machte die Zeile „Denn alles Fleisch, es ist wie Gras“ zum Text des zweiten Teils seines „Deutschen Requiems“. Gemäht wird das ganze Feld, zu seiner Zeit und ohne Auswahl, und deshalb wirkt der Sensenmann eher gerecht als grausam: Er urteilt nicht, er erntet. Wer ihn trägt, meint meist eines von drei Dingen, die beinahe im Widerspruch zueinander stehen, nämlich dass er den Tod nicht fürchtet, dass er ihm schon einmal gegenüberstand und weitergehen durfte, oder dass er an jemanden denkt, den der Schnitter mitgenommen hat.

Das deutsche Märchen hat diese Gerechtigkeit ausdrücklich erzählt. In „Der Gevatter Tod“ aus der Sammlung der Brüder Grimm sucht ein armer Mann einen Paten für sein dreizehntes Kind. Den lieben Gott lehnt er ab, weil der den Reichen gibt und die Armen hungern lässt, den Teufel, weil der die Menschen betrügt, und den Tod nimmt er, weil der Arm und Reich ohne Unterschied holt. Sein Patenkind macht der Tod zu einem berühmten Arzt: Steht der Tod am Kopfende des Krankenbetts, wird der Kranke gesund, steht er am Fußende, gehört der Kranke ihm. Am Ende führt er den jungen Mann in eine Höhle voller brennender Lebenslichter, große, halbe und fast heruntergebrannte, und das ist die deutsche Alternative zur Sanduhr, denn hier misst der Tod die Zeit mit Kerzen. In Bayern trägt er sogar einen eigenen Namen, Boandlkramer, und in Franz von Kobells Geschichte vom Brandner Kaspar aus dem 19. Jahrhundert lässt er sich mit Kirschgeist betrunken machen und beim Kartenspiel ein paar Lebensjahre abluchsen. Ein Sensenmann mit Schnapsglas oder Spielkarten ist darum im Süden kein Scherz ohne Herkunft.

Die Kapuze zählt so viel wie das Werkzeug. Eine leere Kapuze ohne Gesicht ist das Unbekannte, die Fassung für alle, denen ein grinsender Schädel zu theatralisch ist; ein sichtbarer Schädel macht die Figur bestimmt und ein wenig spöttisch. Eine Laterne verändert die Rolle noch einmal. Wer ein Licht trägt, ist kein Jäger, sondern ein Begleiter, der den Toten den Weg zeigt, eine Aufgabe, die die Griechen dem Hermes gaben und die in der Bretagne der Ankou übernimmt, ein Knochenmann mit Sense und Karren, der die Seelen seiner Gegend einsammelt. Die deutsche Dichtung kennt dieselbe sanfte Seite. In Matthias Claudius’ Gedicht „Der Tod und das Mädchen“ von 1775 sagt der Tod zu der Erschrockenen: „Bin Freund, und komme nicht zu strafen“, und Franz Schubert vertonte die Strophen 1817. Ein Sensenmann, der eine Hand reicht, statt die Sense zu heben, gehört in diese Linie und erzählt von Trost, nicht von Schrecken.

Mit einer Sanduhr in der Knochenhand wird die Figur am deutlichsten, und warum er sie überhaupt hält, erklärt die Seite zur Sanduhr. Im Bild sagen Sense und Glas zusammen, dass Zeit und Ernte ein einziger Gedanke sind: Das Glas misst, was bleibt, die Klinge beendet es. Eine Taschenuhr macht daraus eine modernere und genauere Aussage, denn eine Uhr zeigt eine Stunde und nicht bloß einen Rest, und ein Sensenmann mit einer Uhr, deren Zeiger auf einer bestimmten Zeit stehen, erinnert meist an einen bestimmten Moment. Dann gibt es den Reaper aus „Sons of Anarchy“, der Fernsehserie von Kurt Sutter, die von 2008 bis 2014 lief. Das Emblem des erfundenen Motorradclubs, einen Sensenmann, tragen die Mitglieder in der Serie groß auf dem Rücken, und wer den Club im Streit verlässt, muss es wieder loswerden. Fans lassen es sich als Zitat stechen; bedenke dabei, dass viele echte Motorradclubs streng darauf achten, wer ihre Abzeichen trägt, und dass ein Clubemblem auf der Haut außerhalb des Fernsehens nicht immer als Fanstück gelesen wird.

Woher das Motiv kommt

Bei den Griechen war der Tod Thanatos, ein geflügelter Gott und Zwillingsbruder des Schlafs, und die Offenbarung des Johannes setzt ihn auf ein fahles Pferd. Zum Skelett mit Sense wurde er erst im späten Mittelalter. Nach der großen Pestwelle von 1347 bis 1351 wurden erst der verwesende Leichnam und dann das Gerippe zur üblichen Gestalt des Todes, in Stundenbüchern, auf Fresken und in den Totentänzen an Kirchen- und Friedhofsmauern, und Sense und Stundenglas teilte er sich mit Vater Zeit. Die schwarze Kutte mit Kapuze setzte sich noch später durch; am bekanntesten ist sie aus Ingmar Bergmans Film „Das siebente Siegel“ von 1957, in dem ein Ritter auf dem Heimweg vom Kreuzzug mit dem Tod Schach spielt. In die Tätowierung kam der Sensenmann über die Flash-Bögen, die Kutten der Rocker und die Plattenhüllen von Hard Rock und Heavy Metal; Blue Öyster Cult sangen 1976 „(Don’t Fear) The Reaper“, und spätestens seit den 1980er-Jahren gehört die Figur zum festen Repertoire der Studios, meist in Black and Grey. Terry Pratchett gab ihr in den Scheibenwelt-Romanen eine freundlichere Seite: Sein Tod spricht in Großbuchstaben, reitet ein Pferd namens Binky und hat eine Schwäche für Katzen.

So findest du deine Version

  • Entscheide zuerst, ob du den Sensenmann willst oder die Heilige, denn diese Seite zeigt beide. Die leere Kapuze, die Gestalt, die aus einer gesprungenen Ziegelmauer tritt, der klagende Geist mit Laterne, der nach unten in Rauch zerfällt, und die Figur mit gefalteten Knochenhänden in gemustertem Gewand sind der europäische Tod. Die gekrönten Skelette in bestickten Gewändern, der Thron mit der Eule auf der Lehne, die Gestalt mit der Weltkugel und die im roten Umhang zwischen orangefarbenen Blüten sind dagegen in Richtung Santa Muerte gezeichnet, und wer die mexikanische Volksheilige kennt, liest sie auch so. Krone, Eule, Weltkugel und Studentenblumen sind ihre Attribute; fehlen sie, bleibt es der Sensenmann.
  • Eine leere Kapuze steht und fällt mit der Dichte des Schwarz. Satt und gleichmäßig gestochen, verheilt es zu einer Fläche, die man als Leere liest; dünn eingebracht, heilt es fleckig grau, und das fehlende Gesicht wird zum Schmutzfleck. Die Sense braucht Platz, oder sie fliegt raus, denn auf zu kurzer Fläche zusammengestaucht wird aus ihr ein Haken, den niemand mehr erkennt. Ein kleiner Sensenmann funktioniert nur als Silhouette aus Kapuze, Schultern, einem Stück Gewand und der Sense als klarer Linie, und das ab etwa sechs bis acht Zentimetern; ein Schädel unter der Kapuze mit Augenhöhlen und Zähnen braucht zehn und mehr, sonst laufen die Schatten zu.
  • Wenn dir die Zeit wichtig ist, sag es früh. Keine der Figuren hier hält ein Stundenglas oder eine Uhr, und beides lässt sich nachträglich kaum in eine fertige Komposition schieben, weil die Hand, die es hält, anders gezeichnet werden muss. Die Sanduhr gehört in die erhobene Hand, etwa auf Augenhöhe des Betrachters, die Taschenuhr eher an eine Kette, die von den Knochenfingern herabhängt. Von den 9 Vorlagen dieser Seite sind 6 illustrativ, 2 in Dotwork gestochen und eine im Old School mit kräftiger Kontur und wenigen Farben.

Größe, Preis und Körperstelle

Wie groß es wird und was es kostet

Ein stehender Sensenmann braucht fünfzehn bis fünfundzwanzig Zentimeter, sonst fallen die Falten des Gewands in sich zusammen und die Hände gehen verloren, und in Black and Grey sind das drei bis sechs Stunden. Kopf und Schultern unter der Kapuze passen auf acht bis zehn Zentimeter und sind in ein bis zwei Stunden fertig. Ein Rückenstück nach dem Vorbild der Serie ist eine Arbeit über mehrere Sitzungen.

Wo es gut sitzt und wie weh es tut

Eine hohe Figur will eine hohe Fläche: die Außenseite des Unterarms, die Wade, die Außenseite des Oberschenkels oder die Wirbelsäule für Kutte und Sense in voller Länge. Ein großer Reaper mit Schriftzügen darüber und darunter gehört auf den oberen Rücken. Unterarm und Wade sind gut auszuhalten, Wirbelsäule und Schulterblätter mit dem Knochen dicht unter der Haut deutlich weniger.

Was du im Studio fragen solltest

  • Kannst du mir verheilte Arbeiten mit großen Schwarzflächen zeigen, damit ich sehe, ob eine leere Kapuze bei dir wirklich leer bleibt?
  • Lesen Krone, Eule oder Weltkugel in diesem Entwurf schon als Santa Muerte, und will ich das überhaupt?
  • Wie lang darf die Sense bei meiner Größe werden, ohne dass sie zu einem Haken schrumpft?

Preise hängen stark vom Studio und von der Region ab; lies diese Angaben als Sitzungsdauer, nicht als Kostenvoranschlag, und rechne bei jedem kleinen Motiv mit dem Mindestpreis des Studios.

Häufige Fragen

Was bedeutet ein Sensenmann-Tattoo?

Meist das Gegenteil von Todessehnsucht: Der Träger fürchtet den Tod nicht, er ist ihm einmal knapp entkommen, oder er erinnert an jemanden, der gegangen ist. Die Sense macht den Tod zum Schnitter, der alle gleich behandelt, und darum wirkt die Figur eher gerecht als böse.

Sensenmann mit Sanduhr oder mit Uhr: Was ist der Unterschied?

Die Sanduhr zeigt einen Rest, die Uhr eine Stunde. Ein Stundenglas in der Knochenhand sagt ganz allgemein, dass die Zeit abläuft; eine Taschenuhr mit festen Zeigern meint einen bestimmten Augenblick, eine Geburt, einen Unfall, einen Abschied. Leg die Uhrzeit fest, bevor der Stencil entsteht.

Was hat es mit dem Sensenmann aus Sons of Anarchy auf sich?

Er ist das Emblem des erfundenen Motorradclubs aus der Serie, das die Mitglieder dort über den ganzen Rücken tragen. Als Fanstück ist er ein Zitat. Wer ihn originalgetreu möchte, sollte wissen, dass Club- und Kuttenmotive in der echten Rockerszene ernst genommen werden, und lässt sich besser eine eigene Fassung zeichnen.

Wie klein darf ein Sensenmann sein?

Als Silhouette aus Kapuze, Gewand und Sense ab sechs bis acht Zentimetern, etwa am Handgelenk oder über dem Knöchel. Ein sichtbarer Schädel mit Zähnen und Augenhöhlen braucht mindestens zehn, und eine Sense, die zu kurz wird, erkennt man bald nicht mehr als Sense.

Woran erkenne ich, ob ein Entwurf den Sensenmann oder Santa Muerte zeigt?

An den Beigaben. Krone, besticktes Gewand, Eule, Weltkugel oder orangefarbene Studentenblumen gehören der mexikanischen Heiligen, eine nackte Kapuze, eine Laterne und die Sense allein dem europäischen Tod. Beide haben auf dieser Seite Platz, aber dein Tattoo sollte sich für einen entscheiden.

Wie sehe ich, ob die Sense an meiner Wade lang genug wird?

Fotografier deine Wade im Stehen und öffne das Bild im Tattoo-Simulator von InkCraft. Dort legst du jeden Sensenmann dieser Seite in 3D auf deine Haut, direkt im Browser, und ziehst ihn größer, bis die Klinge ihre Krümmung behält und das Gewand nicht schon um das Schienbein läuft.

Teste es auf deiner Haut, bevor du dich festlegst

InkCraft legt jede dieser Vorlagen auf ein Foto von dir, angepasst und um die Körperstelle gewölbt, die du wählst, damit du urteilen kannst, bevor es für immer ist.

Oder probier es zuerst im Browser aus: kostenlos, ohne Download