Tattoo-Ideen

Lebensbaum-Tattoo: Bedeutung, Familie, keltisch

23 originale Vorlagen zum Thema Lebensbaum, für InkCraft gezeichnetVon Aktualisiert am

This page in EnglishEsta página en españolEsta página em português

Wurzeln so breit wie die Krone: Daran erkennt man einen Lebensbaum, und darin liegt seine Bedeutung, denn er zeigt nicht einen Baum, sondern wie die Welt zusammenhängt. Diese gespiegelte Form ist eher Kreis als Säule und sitzt gut auf Schulterblatt oder Brustbein, wo ein gewöhnlicher Baum gestaucht wirkt.

Tippe auf eine Vorlage, um sie im Simulator auf deiner eigenen Haut zu sehen, ohne Anmeldung.

Diese Serie aus 23 Vorlagen zum Motiv Lebensbaum, in Zahlen

Vertretene Stile
illustrativ (7), Fine Line (4), geometrisch (2), Blackwork (2), Watercolor (2), ornamental (2)
Schwarz-Grau oder Farbe
74 % in Schwarz-Grau, 26 % in Farbe
Meist zusammen gezeichnet mit
Mandala, Sonne, Vogel, Hand

Gezählt über die 23 Vorlagen auf dieser Seite. Alle wurden für InkCraft gezeichnet; keine ist kopiert oder weiterverbreitet. Du darfst diese Zahlen zitieren, wenn du auf diese Seite verlinkst.

Lebensbaum als Tattoo: die Bedeutung

Was einen Lebensbaum von einem gewöhnlichen Baum unterscheidet, ist der Maßstab. Ein Baum-Tattoo erzählt meist von einem Ort oder einer Familie; ein Lebensbaum ist ein Bild vom Ganzen, mit Wurzeln in der Unterwelt, dem Stamm in dieser Welt und der Krone im Himmel. Deshalb lassen gute Entwürfe den Wurzeln so viel Raum wie den Ästen, und ein Baum, der an der Erdlinie endet, hat die Hälfte seiner Aussage verloren. In der nordischen Überlieferung heißt dieser Baum Yggdrasil, eine Esche, an deren Wurzeln der Drache Nidhöggr nagt, während in ihrer Krone ein Adler sitzt. Das eddische Lied Grímnismál sagt, die Esche leide mehr, als Menschen wissen, und trotzdem trägt sie die Welt.

Die älteste religiöse Lesart ist das ewige Leben. Im ersten Buch Mose steht der Baum des Lebens mitten im Garten Eden, und Adam und Eva werden vertrieben, damit sie nicht auch noch von ihm essen; in der Offenbarung des Johannes wächst er wieder am Strom der himmlischen Stadt, trägt zwölfmal im Jahr Früchte, und seine Blätter dienen zur Heilung der Völker. Im deutschsprachigen Raum steckt dieses Bild sogar im Weihnachtsbaum. Der 24. Dezember war im Mittelalter der Gedenktag von Adam und Eva, und in den Paradiesspielen, die an diesem Tag aufgeführt wurden, stand ein mit Äpfeln behängter Paradiesbaum, aus dem viele Volkskundler den Christbaum ableiten. Ein Lebensbaum mit Früchten in der Krone greift auf diese Linie zurück, ob sein Träger gläubig ist oder nicht.

Die weltliche Lesart kommt aus der Biologie, und an ihr waren ein Engländer und ein Deutscher beteiligt. Charles Darwin skizzierte 1837 in einem Notizbuch einen verzweigten Baum und schrieb „I think“ darüber; der Jenaer Zoologe Ernst Haeckel zeichnete 1874 einen knorrigen Stammbaum des Menschen, an dessen Ästen die Lebewesen hängen. Seitdem bedeutet das Bild auch Abstammung, alles Lebendige verbunden durch einen Stamm. Auf der Haut wird daraus meist etwas Näheres, die eigene Familie: Großeltern in den Wurzeln, Eltern als Stamm, Kinder als Äste, oft mit Namen oder Geburtsjahren, die sich ins Holz oder zwischen die Wurzeln schreiben lassen. Das ist der eigentliche Grund, warum der Lebensbaum so oft zur Geburt eines Kindes gestochen wird. Ein Baum kann wachsen, und wer vorausplant, lässt Platz für einen weiteren Ast.

Woher das Motiv kommt

Bäume dieser Art wurden in Stein gehauen, lange bevor sie jemand Lebensbaum nannte. Reliefs aus dem Palast des assyrischen Königs Assurnasirpal II. in Nimrud, entstanden im 9. Jahrhundert vor Christus, zeigen einen stilisierten heiligen Baum zwischen geflügelten Gestalten, und was er bedeutete, ist bis heute umstritten. Die Sachsen verehrten die Irminsul, einen heiligen Pfahl oder Baum, den Karl der Große 772 zerstören ließ, und Snorri Sturluson schrieb die Weltesche im 13. Jahrhundert auf Island nieder. Den knotigen Baum im Ring, der heute als keltischer Lebensbaum verkauft wird, kennt kein antiker Fund; er ist eine moderne Verbindung aus irischem Flechtwerk und Kreis. Für viele Tattoos im deutschsprachigen Raum ist das wichtigste Vorbild ohnehin jünger und kommt aus Wien. Gustav Klimt entwarf zwischen 1905 und 1911 für das Palais Stoclet in Brüssel einen Fries, dessen Lebensbaum seine Äste zu goldenen Spiralen einrollt, und diese Spiralen kehren auf sehr vielen Unterarmen wieder.

So findest du deine Version

  • Sag, welchen Baum du meinst, denn jede Tradition ist eine andere Zeichnung. Der biblische Baum trägt Früchte, Yggdrasil ist eine Esche mit Adler oben und Drache unten, der Baum der Kabbala besteht aus zehn Kreisen und ihren Verbindungen, Klimts Baum aus Spiralen. Der Knotenbaum im Ring ist die Fassung, die als keltisch gilt: Äste und Wurzeln laufen ineinander und schließen sich zu einem Kreis, und das funktioniert nur, wenn jedes Band über und unter dem nächsten richtig aufgeht.
  • Die gespiegelte Form entscheidet über die Stelle. Sind die Wurzeln so breit wie die Krone, ist der Umriss eher rund als hoch und passt auf Schulterblatt, Brustbein, die Rückseite der Wade oder die Außenseite des Oberschenkels, wo ein normaler Baum gedrungen aussähe. Ein Lebensbaum im Mandala, eingeschrieben in einen Ring aus Ornament, wird noch runder und braucht eine flache Stelle, damit der Kreis nicht zum Oval kippt.
  • Feine Linien sind die Schwachstelle. Wurzeln werden fast immer zarter gezeichnet als Äste und laufen deshalb unter etwa zehn Zentimetern als Erstes zu einer dunklen Masse zusammen; ein kleiner Baum am Handgelenk überlebt nur mit drei oder vier kräftigen Wurzeln. Namen im Baum brauchen eigene Höhe, meist fünf bis sechs Millimeter pro Buchstabe, und gehören eher in den Stamm oder unter die Wurzeln als zwischen die Blätter. Von den 23 Entwürfen auf dieser Seite sind 7 illustrativ und 4 in Fine Line, je 2 geometrisch, in Blackwork, Aquarell und Ornamentik und je einer minimalistisch, in Linework, Neo Traditional und als Sketch.

Größe, Preis und Körperstelle

Wie groß es wird und was es kostet

Ein minimalistischer Baum von vier bis sechs Zentimetern liegt beim Mindestpreis, ein Lebensbaum in Fine Line von zehn bis zwölf Zentimetern dauert ein bis zwei Stunden. Aquarell und Bäume voller Früchte brauchen bei fünfzehn Zentimetern drei bis vier Stunden. Eine Weltesche mit Adler und Drache, ein Knotenbaum mit sauber aufgelöstem Geflecht oder ein Familienbaum mit mehreren Namen ist ab zwanzig Zentimetern ein ganzer Tag.

Wo es gut sitzt und wie weh es tut

Flache, eher quadratische Felder passen am besten: Schulterblatt, Brustbein, Außenseite des Oberschenkels, Rückseite der Wade. Ein Ring sitzt gut auf der Schulterkuppe, und ein Baum, dessen Wurzeln in Schrift auslaufen, darf den Unterarm entlangwachsen. Das Brustbein tut am meisten weh; Schulterblatt, Oberschenkel und Wade sind gut auszuhalten.

Was du im Studio fragen solltest

  • Welcher Tradition folgt der Entwurf, biblisch, nordisch, kabbalistisch, keltischer Knoten oder Klimt, und passen die Details dazu?
  • Wie viele Wurzeln behält der Stencil bei meiner Größe, und bleiben sie so breit wie die Krone?
  • Wo ist Platz für Namen, die später dazukommen könnten, ohne dass der Baum neu gezeichnet werden muss?

Preise hängen stark vom Studio und von der Region ab; lies diese Angaben als Sitzungsdauer, nicht als Kostenvoranschlag, und rechne bei jedem kleinen Motiv mit dem Mindestpreis des Studios.

Häufige Fragen

Was bedeutet ein Lebensbaum als Tattoo?

Die Verbindung von allem: Wurzeln in der Erde, Stamm im Leben, Krone im Himmel. Je nach Tradition kommt das ewige Leben dazu wie in der Bibel, das Weltganze wie bei der nordischen Esche oder die Abstammung wie bei Darwin und Haeckel. Als persönliches Tattoo steht er meist für die eigene Familie und für ein Wachstum, das weitergeht.

Wie bringe ich meine Familie in den Lebensbaum?

Am klarsten mit einer festen Ordnung: die Ältesten in den Wurzeln, die Eltern im Stamm, die Kinder in den Ästen, oder umgekehrt, wenn der Baum von dir selbst ausgehen soll. Namen brauchen Höhe und gehören auf ruhige Flächen, also auf den Stamm, ein Band unter den Wurzeln oder einzelne große Blätter; Initialen und Geburtsjahre sind kompakter. Plane gleich einen freien Ast für Menschen ein, die noch kommen.

Gibt es einen echten keltischen Lebensbaum?

Nicht in der Form, die heute so heißt. Der Baum, dessen Äste und Wurzeln in einem Ring verknotet ineinanderlaufen, ist neu; aus keltischer Zeit ist kein solches Bild erhalten, und auch der sogenannte keltische Baumkreis mit seinen Baumhoroskopen ist eine Erfindung des 20. Jahrhunderts. Schön ist der Knotenbaum trotzdem, nur sollte jedes Band sauber über und unter dem nächsten laufen.

Darf jemand ohne jüdischen Hintergrund den Baum der Kabbala tragen?

Viele tun es, aber es lohnt sich zu wissen, was er ist. Die zehn Sefirot, verbunden durch zweiundzwanzig Pfade, einen für jeden Buchstaben des hebräischen Alphabets, sind ein heiliges Diagramm der jüdischen Mystik, und gläubige Jüdinnen und Juden tätowieren es nicht, weil sie das Verbot im dritten Buch Mose, Kapitel 19, Vers 28, auf Tätowierungen beziehen. Der 1888 in London gegründete Hermetic Order of the Golden Dawn gab derselben Figur eigene okkulte Bedeutungen; entscheide, welche du meinst.

Lebensbaum für Frau oder Mann: Was ändert sich?

Im Motiv nichts, in der Fläche einiges. Auf einem schmalen Rücken passt ein Baum auf ein Schulterblatt oder entlang der Wirbelsäule, wo die Wurzeln zur Taille hin auslaufen; auf einem breiten Rücken oder einer breiten Brust darf die Krone über beide Seiten wachsen. Wer stark behaart ist, fährt mit kräftigen Ästen besser als mit feinen Wurzeln in Fine Line, und wer an eine Schwangerschaft denkt, wählt eine Stelle oberhalb der Taille, weil sich die Haut am Bauch stark dehnt.

Ist die Thuja aus der Gartenhecke auch ein Lebensbaum?

Dem Namen nach ja. Die Gattung heißt auf Deutsch Lebensbaum, nach dem lateinischen arbor vitae, und die Hecke in vielen Vorgärten ist meist der Abendländische Lebensbaum. Mit dem Symbol hat sie sonst wenig zu tun: Ein Lebensbaum-Tattoo zeigt fast nie ihre Schuppenblätter, sondern Eiche, Esche, Olive oder einen Baum ohne bestimmte Art.

Wie sehe ich, ob der Lebensbaum auf mein Schulterblatt passt?

Lade ein Foto deines Rückens in den Tattoo-Simulator von InkCraft und leg einen Baum dieser Seite in 3D darauf, direkt im Browser. Du siehst sofort, ob die Wurzeln bis an den Rand des Schulterblatts reichen dürfen oder ob der Ring zum Oval kippt, sobald du die Schulter nach vorn nimmst.

Teste es auf deiner Haut, bevor du dich festlegst

InkCraft legt jede dieser Vorlagen auf ein Foto von dir, angepasst und um die Körperstelle gewölbt, die du wählst, damit du urteilen kannst, bevor es für immer ist.

Oder probier es zuerst im Browser aus: kostenlos, ohne Download