Tattoo-Ideen

Spirituelle Tattoos: Symbole und ihre Bedeutung

40 originale Vorlagen zum Thema spirituelle Tattoos, für InkCraft gezeichnetVon Aktualisiert am

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Ein spirituelles Tattoo leiht sich ein Zeichen aus einer Tradition, ohne ihr beizutreten, und genau darin liegt eine Frage, die ein religiöses nie stellt. Mandala, drittes Auge, Engel, Lebensbaum und Mond auf dieser Seite tragen ihre Bedeutung im Bild selbst; bei Buddha und Om ist das anders.

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Spirituelle Symbole und ihre Bedeutung: Mandala, Auge, Engel, Lebensbaum

Ein religiöses Tattoo nennt eine Tradition und übernimmt ihre Regeln: ein Kreuz, ein Davidstern, das kleine koptische Kreuz an der Innenseite des Handgelenks. Ein spirituelles nimmt ein Zeichen mit, ohne Mitglied zu werden, und so landen Mandala, Lotus und Om auf der Haut von Menschen, die weder buddhistisch noch hinduistisch leben. Das ist kein Vorwurf, nur ein guter Grund, genau zu wissen, was man trägt. Am wenigsten Ärger machen die Zeichen, deren Bedeutung in der Sache selbst steckt und nicht in einer heiligen Schrift.

Das Mandala, Sanskrit für Kreis, ist zuerst ein Werkzeug der Meditation: Der Blick soll von außen nach innen wandern, bis er in der Mitte ankommt. Symmetrie und ein echtes Zentrum zählen deshalb mehr als die Zahl der Blätter, und ein Mandala ohne klare Mitte wird zur Tapete. Tibetische Mönche streuen solche Bilder tagelang aus farbigem Sand und fegen sie danach zusammen, eine Geste der Vergänglichkeit, die ein Tattoo naturgemäß nicht nachspielen kann. Dotwork, die Schattierung aus Punkten, ist dafür eine sehr verbreitete Technik und im Raster fünfmal vertreten.

Beim dritten Auge ist die Stelle die Bedeutung. In der hinduistischen Lehre sitzt es als Stirnchakra zwischen den Augenbrauen und steht für eine Wahrnehmung jenseits der Sinne; am Unterarm zitiert es diese Idee eher, als dass es sie benutzt. Der Engel ist die Figur, die am wenigsten an eine einzelne Religion gebunden ist, denn Judentum, Christentum und Islam kennen ihn als Boten, griechisch angelos, und nicht als jemanden, den man anbetet. Als Schutzengel trägt man ihn hierzulande oft für ein Kind oder für einen Menschen, der gestorben ist. Der Lebensbaum taucht unabhängig voneinander als nordische Weltesche Yggdrasil, bei den Kelten und in der Kabbala auf, und weil ihn keine Tradition allein besitzt, ist er das Zeichen mit dem kleinsten Risiko.

Buddha, Om, Kreuz und Maria: wo die Grenze verläuft

Bei manchen Zeichen haben die Traditionen die Frage nach der Aneignung selbst beantwortet. Hinduistische Verbände haben wiederholt dagegen protestiert, die Silbe Om unterhalb der Taille oder an den Füßen zu tragen, weil sie heiliger Text ist und die Schrift in diesem Verständnis den Rang dessen hat, was sie bezeichnet. Bei Buddha-Darstellungen kommt eine rechtliche Seite hinzu: Sri Lanka hat Reisende wegen sichtbarer Buddha-Tattoos festgehalten und ausgewiesen, und aus Myanmar wurde Ähnliches berichtet. Ein Tattoo, das dir eine Einreise verderben kann, ist eine praktische Tatsache, ganz gleich, wie du die ethische Seite siehst.

Die meisten Tätowierer arbeiten deshalb mit einer schlichten Regel: heilige Figuren und heilige Schrift oberhalb der Taille, nie an Fuß, Knöchel oder Wade. In vielen asiatischen Traditionen gelten die Füße als der niedrigste Teil des Körpers, und ein Buddha am Schienbein liest sich dort als Kränkung, gleich was gemeint war. Die drei Buddhas im Raster gehören auf Rücken, Brust, Schulter oder Oberarm.

Das Kreuz steht hier und nicht bei den Glaubenstattoos, weil viele es als Zeichen der Herkunft tragen, als Glauben der Großmutter statt als eigenen. Das ist ein anderes Tattoo in derselben Form, und es darf schlicht bleiben. Mit der Marienfigur ist es ähnlich: In katholischen Gegenden ist sie oft eher Familie als Frömmigkeit, und die Chicano-Tradition hat aus der Jungfrau von Guadalupe eines ihrer Hauptmotive gemacht. Der Koi daneben bringt eine chinesische Legende mit, nach der ein Karpfen, der den Wasserfall am Drachentor hinaufschwimmt, zum Drachen wird.

Kleine spirituelle Tattoos an Arm, Wirbelsäule und Rücken

Klein heißt bei spirituellen Zeichen vor allem: Welche Form hält das aus? Mondsichel, Stern und ein schlichtes Auge im Umriss bestehen schon mit zwei bis drei Zentimetern, weil sie aus wenigen klaren Linien gebaut sind. Ein Mandala braucht Fläche, denn jeder Ring aus Punkten oder Blättern braucht Abstand zum nächsten, und unter etwa acht Zentimetern verschwimmen die inneren Kreise mit den Jahren zu einem dunklen Fleck. Der Lebensbaum liegt dazwischen, solange Wurzeln und Krone als Silhouette gezeichnet sind und nicht als Gewirr feiner Zweige.

Am Arm ist die Innenseite des Unterarms die übliche Stelle für ein Zeichen, das vor allem du selbst sehen sollst; der Oberarm nimmt ein rundes Mandala auf, das mit der Schulter mitläuft. Der Rücken trägt die großen Kompositionen, ein Mandala zwischen den Schulterblättern oder einen Lebensbaum, dessen Wurzeln zur Taille hin auslaufen. Entlang der Wirbelsäule sitzen gern Mondphasen oder eine Reihe von Chakren, weil die Wirbel ihnen eine Achse geben; diese Achse muss im Stehen gerade sein, nicht im Liegen. Bauch und Hüfte verändern sich mit Gewicht und Schwangerschaft, und ein streng symmetrisches Mandala verzeiht keine Dehnung.

Häufige Fragen

Was unterscheidet ein spirituelles von einem religiösen Tattoo?

Ein religiöses Tattoo bekennt sich zu einer Tradition und ihren Regeln, ein spirituelles borgt ein Zeichen, ohne dazuzugehören. Beides ist legitim, nur stellt das zweite eine Frage, die das erste nicht kennt: ob die Gemeinschaft, aus der es stammt, etwas dagegen hat. Bei Om und Buddha gibt es darauf eine deutliche Antwort, bei Mond und Lebensbaum keine vergleichbare.

Welche spirituellen Zeichen eignen sich für ein kleines Tattoo?

Mondsichel, Mondphasen, Stern, ein Auge im Umriss und ein Lebensbaum als einfache Silhouette. Alle fünf kommen mit wenigen Linien aus und halten auch auf zwei bis drei Zentimetern. Ein Mandala oder ein Engel mit Gesicht gehört dagegen in eine Größe, in der Details Platz haben.

Gibt es spirituelle Tattoos speziell für Frauen?

Die Bedeutung eines Zeichens hängt nicht am Geschlecht, ein Lebensbaum sagt an jedem Körper dasselbe. Was sich unterscheidet, sind Stelle und Linie: Brustbein, Wirbelsäule und Schlüsselbein sind schmale, knochige Flächen, auf denen eine feine, senkrechte Komposition gut sitzt und mehr schmerzt als am Oberarm. Entscheidend sind dein Körperbau, deine Kleidung im Beruf und wie oft du das Zeichen selbst sehen willst.

Wie prüfe ich, ob ein Mandala am Rücken mittig sitzt?

Lass dich gerade stehend von hinten fotografieren und leg das Mandala im Tattoo-Simulator von InkCraft auf das Bild. Trifft die Mitte bei locker hängenden Schultern deine Wirbelsäule, passt die Position; verrutscht sie, merkst du es auf dem Foto früher als auf der Liege.

Teste es auf deiner Haut, bevor du dich festlegst

InkCraft legt jede dieser Vorlagen auf ein Foto von dir, angepasst und um die Körperstelle gewölbt, die du wählst, damit du urteilen kannst, bevor es für immer ist.

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