Tattoo-Ideen

Mond-Tattoo: Sonne und Mond, Halbmond, Bedeutung

80 originale Vorlagen zum Thema Mond, für InkCraft gezeichnetVon Aktualisiert am

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Zunehmend oder abnehmend? Bei einer Mondsichel entscheidet die Seite, auf der das Licht sitzt, über die Bedeutung, und viele Vorlagen legen sie zufällig fest. Dafür hält kaum ein Motiv im Kleinen so gut: Eine schlichte Sichel von drei, vier Zentimetern bleibt auch in Fine Line jahrzehntelang klar.

Tippe auf eine Vorlage, um sie im Simulator auf deiner eigenen Haut zu sehen, ohne Anmeldung.

Diese Serie aus 80 Vorlagen zum Motiv Mond, in Zahlen

Vertretene Stile
illustrativ (16), Fine Line (10), Dotwork (9), ornamental (6), minimalistisch (5), Old School (5)
Schwarz-Grau oder Farbe
83 % in Schwarz-Grau, 18 % in Farbe
Meist zusammen gezeichnet mit
Stern, Sonne, Wolke, Mandala

Gezählt über die 80 Vorlagen auf dieser Seite. Alle wurden für InkCraft gezeichnet; keine ist kopiert oder weiterverbreitet. Du darfst diese Zahlen zitieren, wenn du auf diese Seite verlinkst.

Mond als Tattoo: die Bedeutung

Der Mond steht für Wandel nach Fahrplan, und das unterscheidet ihn von allen anderen Motiven der Verwandlung. Ein Schmetterling verwandelt sich einmal, ein Phönix verbrennt und steigt auf; der Mond verändert sich ständig und kehrt alle 29,5 Tage dorthin zurück, wo er begonnen hat. Darum ist er das natürliche Bild für alles, was in Kreisen läuft: Stimmungen, die kommen und gehen, eine Genesung, die nicht geradeaus verläuft, ein Leben, das man eher in Wiederkehr misst als in Fortschritt. Er erlaubt, dass auch dunkle Phasen dazugehören, ohne dass sie das letzte Wort haben.

Welche Phase du wählst, ist die eigentliche Entscheidung, und gerade sie bleibt am häufigsten dem Zufall überlassen. Die zunehmende Sichel steht für Wachstum und Anfang, der Vollmond für Vollendung und in vielen Überlieferungen auch für Offenheit, weil nichts im Dunkeln bleibt, die abnehmende Sichel für das Loslassen; der fast unsichtbare Neumond ist die bewusste Leere, gewählt für einen Neustart statt für einen Erfolg. Von Mitteleuropa aus ist der zunehmende Mond rechts beleuchtet und der abnehmende links, und eine alte Schulregel hilft beim Prüfen der Vorlage: Lässt sich die Sichel mit einem senkrechten Strich zu einem kleinen geschriebenen a ergänzen, nimmt der Mond ab. Eine verkehrt gezeichnete Sichel sagt also das Gegenteil dessen, was ihr Träger meint. Und streng genommen ist ein Halbmond die zur Hälfte beleuchtete Scheibe am ersten oder letzten Viertel; was als Halbmond-Tattoo bestellt wird, ist fast immer eine Sichel.

Sonne und Mond zusammen sind die häufigste Komposition, und sie sagen etwas Bestimmtes: zwei Gegensätze, die einander brauchen. Im Deutschen hat das Paar eine Eigenheit. In den romanischen Sprachen ist die Sonne männlich und der Mond weiblich, il sole und la luna; bei uns ist es umgekehrt, und so erzählt es auch die nordische Edda, in der Sól und Máni Schwester und Bruder sind, die vor den Wölfen Sköll und Hati über den Himmel fliehen. Wer von zwei Menschen die Sonne trägt und wer den Mond, ist also keine Frage des Geschlechts, sondern des Temperaments: Der Mond ist traditionell der, der nachts arbeitet, nachts denkt oder einfach nicht der Laute ist. In der Alchemie stehen Sol und Luna für Gold und Silber, für König und Königin, und in den Holzschnitten des Rosarium philosophorum, 1550 in Frankfurt gedruckt, begegnen sie einander, bis sie zu einer einzigen Gestalt verschmelzen. Gesichter tragen Sonne und Mond schon auf mittelalterlichen Kreuzigungsbildern; auf der Haut ist daraus das Paar geworden, bei dem sich ein Mondgesicht in die Scheibe der Sonne schmiegt wie bei einer Finsternis.

Sterne vervollständigen den Himmel. Sonne, Mond und Sterne zusammen stehen für Tag und Nacht und damit für etwas, das immer da ist; der Mond mit Sternen allein ist die Nacht, und für viele klingt dabei das Abendlied von Matthias Claudius mit, „Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen“, an Kinderbetten seit Generationen gesungen. Eine Mondsichel mit einem einzelnen fünfzackigen Stern in ihrer Öffnung lesen hierzulande allerdings viele als türkische Flagge, erst recht in Rot und Weiß; wer nur Nacht und Hoffnung meint, nimmt mehrere Sterne oder rückt den einen aus der Sichel heraus. Und wer im Mond ein Gesicht sieht, ist in alter Gesellschaft: Nach einer Volkssage sammelte der Mann im Mond an einem Sonntag Reisig und steht zur Strafe mitsamt seinem Bündel dort oben.

Woher das Motiv kommt

Eines der berühmtesten Zeugnisse dafür, wie früh Menschen den Mond vermessen haben, liegt in Sachsen-Anhalt. Die Himmelsscheibe von Nebra, 1999 von Raubgräbern auf dem Mittelberg bei Nebra ausgegraben und 2002 bei einer Polizeiaktion in Basel sichergestellt, ist nach gängiger Datierung rund 3600 Jahre alt und gilt als älteste bekannte konkrete Darstellung des Himmels: eine goldene Scheibe, die als Sonne oder Vollmond gelesen wird, eine Sichel und Sterne, darunter ein Haufen von sieben, in dem man die Plejaden erkennt. Heute liegt sie im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle, seit 2013 gehört sie zum Weltdokumentenerbe der UNESCO, und als Tattoo ist sie wohl die deutscheste Fassung von Sonne, Mond und Sternen. Griechen und Römer verteilten den Mond auf Selene und Luna, die ihn verkörperten, und auf die Jägerinnen Artemis und Diana; von dort kommt seine Nähe zur Unabhängigkeit. Die Romantik machte ihn zum Mond der Sehnsucht, am bekanntesten in Caspar David Friedrichs „Zwei Männer in Betrachtung des Mondes“ von 1819/20. Den Vollmond mit Kratern kennt die Tätowierung erst, seit die Bilder der Apollo-Missionen seine Oberfläche vertraut gemacht haben; davor war der Mond in der westlichen Kunst eine Sichel oder ein Gesicht.

So findest du deine Version

  • Eine Sichel gehört zu den wenigen Motiven, die klein wirklich funktionieren. Als geschlossene, einfache Form ohne Innenleben übersteht sie das Auseinanderlaufen der Tinte besser als fast alles andere; drei bis vier Zentimeter reichen für Jahrzehnte. Bei der hohlen Sichel aus zwei feinen Bögen gilt nur eine Regel: Die Spitzen nicht zu spitz und die Bögen nicht zu dicht, sonst wachsen sie zusammen. Ausgefüllt hält sie noch länger.
  • Der Vollmond ist das Gegenteil und wird am häufigsten unterschätzt. Krater und Mondmeere sind feine Abstufungen von Grau auf einem Kreis, und genau solche Abstufungen verschwinden als Erstes, sobald die Pigmente in der Haut zur Ruhe kommen; unter etwa acht Zentimetern wird ein detaillierter Vollmond zur flachen grauen Scheibe. Wer es klein will, nimmt die Sichel, und wer den Vollmond trotzdem klein möchte, lässt ihn als Dotwork-Scheibe mit wenigen klaren Flecken anlegen statt als weich schattiertes Foto.
  • Eine Reihe von Mondphasen ist eine waagrechte Komposition und braucht ein waagrechtes Feld: quer über den Unterarm, entlang des Schlüsselbeins, unter der Brust, über die Schultern. Um einen Arm gebogen, verkürzen sich die äußeren Phasen, und die gleichmäßigen Abstände, um die es geht, sind dahin. Ein Mandala passt gut dazu, weil es selbst ein Kreis ist: die Phasen links und rechts, der Vollmond in der Mitte als Blüte. Unter den 80 Vorlagen dieser Seite sind 16 illustrativ, 10 in Fine Line, 9 in Dotwork, 6 ornamental, je 5 minimalistisch und Old School, je 3 geometrisch, Watercolor, Linework und Lettering sowie je 2 biomechanisch, Neo Traditional, Blackwork und Trash Polka.

Größe, Preis und Körperstelle

Wie groß es wird und was es kostet

Eine kleine Sichel kostet meist den Mindestpreis und ist häufig nach weniger als einer Stunde verbunden. Ein detaillierter Vollmond mit ausgearbeiteten Kratern braucht acht bis zwölf Zentimeter und zwei, drei Stunden Arbeit, weil er ganz aus sorgfältigen Grauwerten besteht. Eine Phasenreihe wird nach Anzahl berechnet: Sieben oder acht kleine Monde sind sieben oder acht einzelne Zeichnungen und schnell ein halber Tag; Sonne und Mond mit Gesichtern und Mandala eher ein ganzer.

Wo es gut sitzt und wie weh es tut

Die Sichel passt fast überall hin: hinters Ohr, an die Innenseite des Handgelenks, an den Knöchel, ans Schlüsselbein, an die Seite eines Fingers, wo sie allerdings schnell verblasst. Phasenreihen brauchen eine waagrechte Strecke, der Vollmond eine flache Fläche wie Schulterblatt, Oberarm außen oder Wade, damit der Kreis rund bleibt. Für Sonne und Mond als Paar eignen sich zwei Handgelenk-Innenseiten, die man aneinanderlegt. Schlüsselbein und Knöchel tun mehr weh, weil der Knochen dicht unter der Haut liegt; der Oberarm außen ist harmlos.

Was du im Studio fragen solltest

  • Auf welcher Seite sitzt das Licht, wenn die Sichel auf meiner Haut steht und nicht auf dem Papier? Spiegel-Selfies drehen sie um, also prüfen wir es direkt am Körper.
  • Halten die Krater bei meiner Größe, oder altert eine klarere Scheibe besser?
  • Bei Sonne und Mond als Paar-Tattoo: Funktioniert jede Hälfte auch allein, falls einer von uns sie einzeln trägt?

Preise hängen stark vom Studio und von der Region ab; lies diese Angaben als Sitzungsdauer, nicht als Kostenvoranschlag, und rechne bei jedem kleinen Motiv mit dem Mindestpreis des Studios.

Häufige Fragen

Was bedeutet ein Mond-Tattoo?

Wandel, der wiederkehrt. Der Mond verändert sich ständig und kommt doch immer zurück, deshalb steht er für Zyklen: Stimmungen, Heilung in Etappen, ein Neuanfang nach einer dunklen Zeit. Die Phase verfeinert das, zunehmend für Wachstum, voll für Vollendung, abnehmend für Loslassen und Neumond für einen bewussten Neustart.

Was bedeuten Sonne und Mond zusammen?

Zwei Gegensätze, die einander brauchen: Tag und Nacht, laut und leise, Gold und Silber in der Alchemie. Als Paar-Tattoo sagt es eher etwas über den Unterschied zweier Menschen als über ihre Ähnlichkeit. Wer welche Hälfte trägt, ist im Deutschen an kein Geschlecht gebunden, denn hier ist die Sonne weiblich und der Mond männlich, anders als im Italienischen oder Französischen.

Sonne, Mond und Sterne: Was sagt das Trio?

Den ganzen Himmel, also etwas, das bei Tag und Nacht da ist, und oft eine Familie, in der jeder ein Gestirn ist. Die Himmelsscheibe von Nebra vereint Sonne oder Vollmond, Sichel und Sterne schon in der Bronzezeit und ist als Vorlage beliebt. Eine Sichel mit einem einzelnen Stern in der Öffnung wird dagegen leicht als türkische Flagge gelesen.

Ist ein Halbmond dasselbe wie eine Mondsichel?

Im Alltag ja, in der Astronomie nicht. Streng genommen ist der Halbmond die halb beleuchtete Scheibe mit einer geraden Kante, wie man sie am ersten oder letzten Viertel sieht. Wer im Studio „Halbmond“ sagt, bekommt fast immer eine Sichel; wenn du die gerade Kante willst, sag es ausdrücklich.

Wie klein darf ein Mond in Fine Line sein?

Eine Sichel hält ab etwa drei Zentimetern, weil sie eine geschlossene Form ohne Details ist; ein Vollmond mit Kratern braucht acht Zentimeter und mehr. Für Fine Line gilt zusätzlich: Je feiner die Linie, desto mehr Abstand braucht sie zur nächsten, also lieber eine klare Sichel mit zwei Sternen als ein ganzer Himmel voller Punkte.

Sollte ich den Termin nach dem Mondkalender legen?

Manche schwören darauf, bei abnehmendem Mond stechen zu lassen, weil die Haut dann angeblich besser heilt. Belege dafür gibt es keine; für die Heilung zählen Pflege, Sonne, Sport und dein Immunsystem. Leg den Termin lieber so, dass du danach zwei Wochen weder ins Schwimmbad noch in die pralle Sonne musst.

Wie prüfe ich, wohin die Sichel auf meiner Haut zeigt?

Mit einem Foto genau der Stelle, nicht mit einem Spiegelbild. Im Tattoo-Simulator von InkCraft setzt du jede Mondvorlage dieser Seite in 3D auf deinen Arm oder Nacken und siehst, ob das Licht rechts oder links sitzt und ob eine Phasenreihe am Unterarm gleichmäßig bleibt.

Teste es auf deiner Haut, bevor du dich festlegst

InkCraft legt jede dieser Vorlagen auf ein Foto von dir, angepasst und um die Körperstelle gewölbt, die du wählst, damit du urteilen kannst, bevor es für immer ist.

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