Tattoo-Ideen

Lotusblume als Tattoo: Bedeutung und Fine Line

54 originale Vorlagen zum Thema Lotusblume, für InkCraft gezeichnetVon Aktualisiert am

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Die Lotusblume wurzelt im Schlamm, wächst durch trübes Wasser und öffnet sich sauber über der Oberfläche. Als Tattoo erzählt sie also von dem, was die Blüte durchquert hat, und ihre Symmetrie verlangt eine flache Stelle, sonst kippt eine Seite auf jedem Foto.

Tippe auf eine Vorlage, um sie im Simulator auf deiner eigenen Haut zu sehen, ohne Anmeldung.

Diese Serie aus 54 Vorlagen zum Motiv Lotusblume, in Zahlen

Vertretene Stile
illustrativ (11), Linework (6), Old School (5), Blackwork (5), japanisch (5), Dotwork (4)
Schwarz-Grau oder Farbe
63 % in Schwarz-Grau, 37 % in Farbe
Meist zusammen gezeichnet mit
Blume, Buddha, Blatt, Mandala

Gezählt über die 54 Vorlagen auf dieser Seite. Alle wurden für InkCraft gezeichnet; keine ist kopiert oder weiterverbreitet. Du darfst diese Zahlen zitieren, wenn du auf diese Seite verlinkst.

Lotusblume als Tattoo: die Bedeutung

Reinheit allein trifft es nicht. Die Lotusblume steht für etwas Genaueres: Die Pflanze wurzelt im Schlamm am Grund eines Teichs, schiebt sich durch undurchsichtiges Wasser nach oben und öffnet sich über der Oberfläche makellos. Das Bild handelt also von dem, was die Blüte hinter sich hat, nicht davon, dass sie unberührt wäre. Der chinesische Gelehrte Zhou Dunyi schrieb im 11. Jahrhundert in seinem kurzen Text über die Liebe zum Lotos, er liebe diese Blume, weil sie aus dem Schlamm steige, ohne von ihm befleckt zu werden. Genau dieser Gedanke trägt bis heute die meisten Lotus-Tattoos, die nach Depression, Sucht, Trauer oder Krankheit gestochen werden: Die Schwierigkeit gehört zur Bedeutung und wird nicht versteckt.

Was wie Poesie klingt, hat eine handfeste botanische Seite, und erforscht wurde sie in Deutschland. Der Bonner Botaniker Wilhelm Barthlott fand heraus, warum Lotosblätter nie schmutzig werden: Die Oberfläche der Blätter ist mit winzigen Noppen und Wachskristallen besetzt, an denen Wasser abperlt und den Schmutz mitnimmt. Er nannte das den Lotus-Effekt, und heute steckt das Prinzip in selbstreinigenden Fassadenfarben und Textilien. Wer seine Lotusblume als Bild dafür trägt, dass etwas an einem abperlt, hat also die Biologie auf seiner Seite. Auch ein zweiter Befund passt zur Symbolik: Aus Lotossamen, die in einem ausgetrockneten See im Nordosten Chinas gefunden und auf rund 1.300 Jahre datiert wurden, wuchsen in den 1990er-Jahren noch Pflanzen.

In Indien und im Buddhismus ist die Blume Sitz des Göttlichen. Brahma steigt in der hinduistischen Überlieferung aus einem Lotus, der aus Vishnus Nabel wächst, Lakshmi steht oder sitzt auf einer geöffneten Blüte, und der Buddha meditiert im Lotossitz, dem Padmasana. Das Mantra Om mani padme hum wird meist als Juwel im Lotus übersetzt. Auch die Farben tragen in der buddhistischen Bildsprache eigene Bedeutungen: Weiß steht für geistige Reinheit, Rosa für den historischen Buddha, Blau für Weisheit, Rot für Mitgefühl. Acht Blütenblätter verweisen auf den Achtfachen Pfad, tausend auf das Kronenchakra. Eine geschlossene Knospe zeigt einen Weg, der noch nicht zu Ende ist, eine halb geöffnete Blüte den Moment dazwischen.

Woher das Motiv kommt

Der Lotus gehört zu den ältesten durchgehend verwendeten Symbolen der Welt. In ägyptischen Gräbern steht der sogenannte blaue Lotus, botanisch eine Seerose, die sich jeden Morgen öffnet, für Wiedergeburt; in der Kunst Indiens tragen Lotusblüten seit mehr als zwei Jahrtausenden Götter und Buddhas, und mit dem Buddhismus wanderte das Bild nach China, Korea und Japan. In Japan ist der Lotus eng mit den buddhistischen Totenriten verbunden und wird deshalb auch als Bild für Verstorbene gelesen, in der dortigen Tätowierung oft mit Wasser oder einem Karpfen. Die Lotus-Tattoos in Dotwork und Geometrie, die heute die meisten Vorlagen füllen, sind dagegen eine westliche Entwicklung der 2000er-Jahre aus dem Umfeld der heiligen Geometrie, ebenso die Verbindung mit dem Unalome, einer Linie aus Spiralen und Knicken, die aus der thailändischen Sak-Yant-Tradition stammt.

So findest du deine Version

  • Plane die Lotusblume auf eine flache Fläche, denn ihre Symmetrie hängt an einer Mittelachse. Brustbein, Mitte des Rückens, flache Innenseite des Unterarms und Nacken halten sie gerade; auf einer starken Rundung wie der Außenseite des Bizeps verkürzt sich eine Hälfte, und die Blüte kippt. Am Unterarm passt eine Blüte von vorn oder ein Stiel, der von der Blüte nach unten zum Wasser läuft, am Handgelenk eine kleine Blüte in Seitenansicht, deren Basis parallel zur Beugefalte liegt, mit etwas Abstand zu ihr.
  • Filigrane Lotusblumen in Fine Line wirken leicht, sind aber die empfindlichste Variante. Jede Linie wird mit den Jahren etwas breiter, also brauchen die Blätter Abstand zueinander, und Ornamentketten oder Punktreihen unter der Blüte sollten nicht enger stehen, als die Linien dick sind. Unter etwa fünf Zentimetern genügt eine Seitenansicht mit fünf sichtbaren Blättern; Dotwork hält bei kleinen Größen am schlechtesten, weil sich die Zwischenräume zwischen den Punkten schließen.
  • Zähl die Blätter bewusst. Acht ist die buddhistische Zahl und wirkt absichtlich, eine beliebige Zahl liest sich als irgendeine Blume; das kostet nichts festzulegen und lässt sich später nicht mehr ändern. Von den 54 Entwürfen auf dieser Seite sind elf illustrativ, sechs in Linework und je fünf in Old School, Blackwork und japanisch-asiatischem Stil, dazu je vier in Dotwork, Neo Traditional und Aquarell, drei in Fine Line und wenige in Sketch, Geometrie, Blackout, Minimalismus und Ornamentik.

Größe, Preis und Körperstelle

Wie groß es wird und was es kostet

Eine Lotusblume in Linework von sechs bis acht Zentimetern ist klein und schnell, oft in einer Stunde fertig. Dotwork wird nach Geduld bezahlt, nicht nach Größe: Eine Blüte von zehn bis zwölf Zentimetern in Punkten kann so lange dauern wie ein viel größeres Motiv in Schwarz. Mit Wasser, Karpfen oder einem Mandala dahinter wird daraus ein halber Tag oder mehr, und Farbe kostet zusätzlich Zeit, weil zarte Verläufe von Rosa zu Weiß mehrere Durchgänge brauchen.

Wo es gut sitzt und wie weh es tut

Handgelenk, Nacken und die Stelle hinter dem Ohr tragen eine kleine Blüte; die Innenseite des Unterarms nimmt eine größere mit Stiel auf und ist gut auszuhalten. Brustbein und Wirbelsäule geben der Symmetrie die beste Mittelachse, schmerzen aber deutlich mehr, weil der Knochen direkt unter der Haut liegt. Am Handgelenk liegt die Haut dünn über den Sehnen, das brennt kurz und scharf, ist bei dieser Größe aber schnell vorbei.

Was du im Studio fragen solltest

  • Wie viele Blütenblätter der Entwurf hat und ob die Zahl zu dem passt, was du ausdrücken willst.
  • Ob die feinen Linien bei deiner Größe genug Abstand haben, um in zehn Jahren noch getrennt zu sein.
  • Ob die Blüte von vorn oder von der Seite gezeigt wird, und wie ihre Achse auf deiner Stelle liegt.

Preise hängen stark vom Studio und von der Region ab; lies diese Angaben als Sitzungsdauer, nicht als Kostenvoranschlag, und rechne bei jedem kleinen Motiv mit dem Mindestpreis des Studios.

Häufige Fragen

Was bedeutet eine Lotusblume als Tattoo?

Einen Weg durch etwas Schweres hindurch, so wie die Blüte aus dem Schlamm durch trübes Wasser ans Licht steigt. Dazu kommen die Lesarten aus Hinduismus und Buddhismus, Erleuchtung, Wiedergeburt und ein klarer Geist, und je nach Farbe Weisheit, Mitgefühl oder Liebe.

Was bedeutet eine kleine Lotusblume?

Dasselbe wie eine große, nur leiser. Eine kleine Blüte am Handgelenk oder hinter dem Ohr wird oft als privates Zeichen gewählt, etwa für einen Neuanfang, den man nicht jedem erklären will. Als Knospe steht sie für einen Weg, der noch läuft, voll geöffnet für einen, der hinter einem liegt.

Muss eine Lotusblume spirituell gemeint sein?

Nein, aber ganz lösen lässt sie sich von dieser Lesart kaum, weil das Bild vom Schlamm zur Blüte der Grund ist, warum die Blume überhaupt zum Symbol wurde. Wer einfach eine schöne Blüte möchte, ist mit Pfingstrose, Rose oder Kirschblüte freier.

Lotusblume oder Seerose: Wie erkennt man den Unterschied im Tattoo?

Am Stiel und an den Blättern. Die Lotusblume hebt Blüte und runde Blätter auf Stielen über das Wasser, und nach der Blüte bleibt ihre Samenkapsel stehen, die aussieht wie der Kopf einer Gießkanne; die Seerose liegt flach auf dem Wasser, ihr Blatt ist bis zur Mitte geschlitzt. Ein Stiel mit Wasserlinien darunter macht den echten Lotus im Tattoo eindeutig.

Passt eine Lotusblume an den Unterarm?

Sehr gut, wenn du die Länge nutzt: eine Blüte im oberen Drittel, darunter Stiel, Wasserlinien oder ein Unalome, das zur Hand hin ausläuft. Eine Blüte von vorn gehört auf die flache Innenseite, nicht auf die Kante über der Elle, wo die Rundung eine Hälfte verkürzt.

Kann ich die Lotusblume vorher an meinem Handgelenk sehen?

Ja. Im Tattoo-Simulator von InkCraft legst du jede Lotusblume dieser Seite in 3D auf ein Foto deines Handgelenks oder Unterarms, direkt im Browser, und siehst, ob die Blüte gerade steht und ob ihre feinen Linien in der gewählten Größe noch Luft haben.

Teste es auf deiner Haut, bevor du dich festlegst

InkCraft legt jede dieser Vorlagen auf ein Foto von dir, angepasst und um die Körperstelle gewölbt, die du wählst, damit du urteilen kannst, bevor es für immer ist.

Oder probier es zuerst im Browser aus: kostenlos, ohne Download