Tattoo-Ideen

Drachen-Tattoo: Bedeutung, Japan, China, Rücken

35 originale Vorlagen zum Thema Drache, für InkCraft gezeichnetVon Aktualisiert am

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Ein chinesischer Drache bringt Regen, ein europäischer bewacht einen Schatz und wird erschlagen. Bei einem Drachen-Tattoo ist das die erste Frage, denn der östliche Körper ohne Flügel braucht Länge wie am Arm oder Rücken, der geflügelte westliche eine flache Fläche für seine Silhouette.

Tippe auf eine Vorlage, um sie im Simulator auf deiner eigenen Haut zu sehen, ohne Anmeldung.

Diese Serie aus 35 Vorlagen zum Motiv Drache, in Zahlen

Vertretene Stile
japanisch (8), illustrativ (5), geometrisch (3), Tribal (3), ornamental (2), Irezumi (2)
Schwarz-Grau oder Farbe
69 % in Schwarz-Grau, 31 % in Farbe
Meist zusammen gezeichnet mit
Schlange, Aztekisches Motiv, Flammen, Berge

Gezählt über die 35 Vorlagen auf dieser Seite. Alle wurden für InkCraft gezeichnet; keine ist kopiert oder weiterverbreitet. Du darfst diese Zahlen zitieren, wenn du auf diese Seite verlinkst.

Drache als Tattoo: die Bedeutung

Der östliche Drache ist ein Wasserwesen, und er ist wohlwollend. Er bringt Regen, herrscht über Flüsse und Meere und steht im chinesischen und japanischen Gebrauch für eine Autorität, die verdient und nicht geraubt ist; deshalb war er das Zeichen der Kaiser und kein Ungeheuer, das man tötet. Ein chinesischer Drache, Long genannt, setzt sich nach einer alten Beschreibung aus neun Tieren zusammen, mit dem Kopf eines Kamels, dem Geweih eines Hirschs, den Augen eines Dämons, den Ohren einer Kuh, dem Hals einer Schlange, dem Bauch einer Muschel, den Schuppen eines Karpfens, den Krallen eines Adlers und den Pranken eines Tigers, und gute Vorlagen lassen diese Herkunft ahnen. Fast immer jagt er einer flammenden Perle nach, die für Weisheit, Glück oder das Kostbare schlechthin steht. Im chinesischen Tierkreis ist er das fünfte Zeichen, und wer etwa 1988, 2000 oder 2012 geboren ist, trägt ihn oft als Geburtszeichen, sofern der Geburtstag nach dem chinesischen Neujahr lag.

In Japan heißt der Drache Ryū oder Tatsu, und er ist dem chinesischen eng verwandt, hat aber meist drei Krallen statt vier oder fünf. Die Zahl hat Gewicht: Fünf Krallen waren in China dem Kaiser vorbehalten, vier galten als adlig, drei sind die übliche japanische Form. Wer nach westlichen Vorlagen zeichnet, gibt dem Drachen oft vier, ohne darüber nachzudenken, und du darfst danach fragen. Ein japanischer Drache wird fast nie allein gestochen, sondern mit Wolken, Wellen oder Wind, weil er zwischen Himmel und Wasser lebt, und er hat ein festes Gegenüber im Tiger, der für die Erde steht. Ein Karpfen, der einen Wasserfall hinaufschwimmt, ist der Drache vor seiner Verwandlung: Nach der chinesischen Legende vom Drachentor wird der Fisch, der es bis nach oben schafft, selbst zum Drachen.

Der westliche Drache ist in fast allem das Gegenteil. Er hortet, er speit Feuer, man schützt sich vor ihm, und seine ganze Rolle in der Erzählung besteht darin, besiegt zu werden. In Deutschland hat er dafür eine eigene Geschichte: Siegfried erschlägt einen Lindwurm, badet in dessen Blut und wird unverwundbar, bis auf eine Stelle zwischen den Schulterblättern, auf die ein Lindenblatt gefallen war, und genau dort trifft ihn im Nibelungenlied später Hagens Speer. Ein Drache mit einem Lindenblatt zwischen den Schulterblättern ist also ein sehr deutsches Tattoo über Verletzlichkeit, und am Drachenfels im Siebengebirge, wo die Sage den Kampf verortet, wird sie bis heute erzählt. Wer einen westlichen Drachen trägt, trägt meist das Hindernis und nicht den Helden, etwas, dem man sich stellen musste, nicht etwas, das man werden will.

Was beide verbindet, ist eine Macht, die sich nicht zähmen lässt. Einen Wolf oder einen Löwen kann man sich als Verbündeten vorstellen, einen Drachen nicht, und gerade diese Unabhängigkeit ist für viele der Grund, ihn zu wählen. Für Fantasy-Drachen aus Büchern und Serien, ob Tolkiens Smaug oder der dreiköpfige Drache im Wappen der Targaryen aus „Game of Thrones“, gilt das ebenso. Fast immer sind es westliche Drachen mit Flügeln, und ihre Vorlagen sehen eher nach Buchumschlag aus als nach Flash.

Woher das Motiv kommt

In die westliche Tätowierung kamen Drachen durch zwei getrennte Türen. Die erste waren die Häfen Chinas und Japans im 19. Jahrhundert, wo sich Seeleute von einheimischen Meistern tätowieren ließen und den östlichen Drachen als Beweis heimbrachten, dort gewesen zu sein; auch der spätere Zar Nikolaus II. ließ sich 1891 in Nagasaki einen Drachen auf den Arm stechen. Die zweite Tür war die japanische Tradition selbst, die erst in den 1970er-Jahren richtig im Westen ankam, über den Briefwechsel zwischen Sailor Jerry und japanischen Meistern wie Horihide und die Neugier, die darauf folgte. Der europäische Drache hat eine viel dünnere Tattoo-Geschichte, als seine Präsenz in Wappen und Sagen vermuten lässt, obwohl er in Deutschland seit Jahrhunderten auf der Bühne steht: Der Drachenstich in Furth im Wald gilt als ältestes Volksschauspiel des Landes. In die Studios kam er spät, vor allem über die Fantasy-Illustration der 1980er-Jahre, und deshalb sehen westliche Drachen bis heute oft wie Buchcover aus.

So findest du deine Version

  • Kläre Ost oder West zuerst, denn diese eine Entscheidung legt Stelle und Größe fest. Ein östlicher Drache ist ein langer, schlangenartiger Körper, der eine lange Fläche will und sich um einen Arm legen kann; ein westlicher ist eine kompakte Silhouette mit Flügeln, die eine flache Fläche und eine klare Kontur braucht. Wer nur „einen Drachen“ bestellt, ohne zu sagen welchen, bekommt oft eine Mischung, die keinem von beiden gerecht wird.
  • Für einen Drachen am Rücken ist die japanische Form die Königsdisziplin: Der Körper schlängelt sich vom Nacken über ein Schulterblatt bis hinunter zur Hüfte, der Kopf sitzt oben oder blickt über die Schulter zurück, und Wolken und Wellen füllen den Rest. Am Arm windet sich derselbe Körper vom Handgelenk zur Schulter, und der Kopf gehört auf die Außenseite des Oberarms oder den Unterarm, wo man ihn bei hängendem Arm sieht. Für einen kleinen Drachen gilt: Schuppen unter etwa fünfzehn Zentimetern nur an den Kanten andeuten, Kopf und Krallen klar halten, den Rest offen lassen, denn einzeln gezeichnete Schuppen ergrauen in dieser Größe binnen zehn Jahren.
  • In den Kopf gehört das Geld. Er trägt den ganzen Entwurf, Hörner, Barteln, Zähne, das Auge, und ein Stück, das vor allem Körper mit einem kleinen Kopf ist, wirkt billig, wie gut die Schuppen auch gestochen sind; bei knappem Budget ist ein Drachenkopf allein die bessere Wahl als ein dünn gezeichneter ganzer Körper. Von den 35 Entwürfen auf dieser Seite sind acht im japanisch-asiatischen Stil und zwei klassische Irezumi, fünf illustrativ, je drei geometrisch und in Tribal und zwei ornamental, dazu einzelne in New School, Sketch, Old School, Dotwork, Trash Polka, Cybersigilism, polynesischem Stil und Linework.

Größe, Preis und Körperstelle

Wie groß es wird und was es kostet

Ein Drachenkopf von zwölf bis fünfzehn Zentimetern dauert drei bis vier Stunden. Ein östlicher Drache als Half Sleeve braucht zwölf bis zwanzig Stunden über mehrere Sitzungen und wird nach Tagen abgerechnet statt pro Motiv, ein ganzer Rücken in japanischer Tradition ein Vielfaches davon. Der Unterschied liegt weniger im Detail als in der Fläche: Ein langer Körper bedeckt viel Haut, und Wasser oder Wolken im Hintergrund verdoppeln die Zeit oft noch einmal.

Wo es gut sitzt und wie weh es tut

Östliche Drachen wollen Länge und vertragen Wölbung, also funktionieren Außenseite des Unterarms, Wade, Rippen und der ganze Rücken. Westliche brauchen eine flache Fläche, auf der die Flügel lesbar bleiben: Schulterblatt, Brust, Außenseite des Oberschenkels. Ein westlicher Drache, der sich um den Arm wickelt, verliert seine Kontur, und die ist das Einzige, was ihn zusammenhält. Rippen und Wirbelsäule tun bei einem langen Körper am meisten weh, Oberschenkel und Oberarm sind die gnädigeren Stellen.

Was du im Studio fragen solltest

  • Ob im Studio regelmäßig östliche oder westliche Drachen entstehen, und ob du beide in der eigenen Mappe sehen kannst statt nur in Vorlagen.
  • Wie die Schuppen bei deiner Größe angelegt werden und ob sie in fünfzehn Jahren noch einzeln lesbar sind.
  • Bei einem langen Körper, wo der Kopf liegt, wenn dein Arm entspannt hängt, denn aus diesem Winkel sehen ihn alle.

Preise hängen stark vom Studio und von der Region ab; lies diese Angaben als Sitzungsdauer, nicht als Kostenvoranschlag, und rechne bei jedem kleinen Motiv mit dem Mindestpreis des Studios.

Häufige Fragen

Was bedeutet ein Drachen-Tattoo?

Macht, die sich nicht zähmen lässt, in zwei sehr verschiedenen Färbungen. Der östliche Drache steht für Regen, Glück, Weisheit und verdiente Autorität und ist kein Feind; der westliche ist das Ungeheuer, das bekämpft wird, und als Tattoo meist ein Bild für etwas, dem man sich gestellt hat.

Was unterscheidet chinesische und japanische Drachen?

Vor allem die Krallen und die Umgebung. Chinesische Drachen haben vier oder fünf Krallen, fünf für den Kaiser, japanische meist drei. Chinesische Darstellungen zeigen den Drachen oft mit der flammenden Perle, japanische Tattoos betten ihn in Wolken, Wellen und Windbalken und kombinieren ihn mit Tiger, Karpfen oder Kirschblüten. Wohlwollend ist er in beiden Traditionen.

Wie lange dauert ein Drachen-Tattoo über den ganzen Rücken?

Viele Sitzungen über Monate, bei einem vollständigen japanischen Rückenbild mit Wasser und Wolken nicht selten über ein Jahr. Zwischen den Terminen muss die Haut heilen, und meist werden zuerst die Konturen gestochen, Schattierung und Farbe danach. Plane die Komposition deshalb von Anfang an als Ganzes, auch wenn du sie in Etappen bezahlst.

Ist ein kleiner Drache eine gute Idee?

Ja, wenn er für die Größe gezeichnet ist. Eine Silhouette, ein Drache aus wenigen Linien oder ein geometrischer Körper hält ab etwa fünf bis acht Zentimetern, ein realistischer Kopf mit Schuppen braucht das Doppelte. Am Handgelenk oder hinter dem Ohr passt ein Drache, der sich zu einem Kreis oder einem S schließt, besser als ein gestreckter, der nirgends Platz findet.

Muss ein Drachen-Tattoo farbig sein?

Nein, und in Schwarz-Grau wirkt gerade der östliche Drache oft am stärksten, weil seine Bewegung in der Linie liegt und nicht in der Farbe. Wenn Farbe, dann gezielt: Flammen, Perle und Bauchschuppen sind die Stellen, an denen die traditionellen Paletten sie einsetzen, während der Körper in Schwarz und Grau bleiben kann.

Wie sehe ich vorher, wo der Kopf auf meinem Arm landet?

Mit einem Foto deines Arms. Im Tattoo-Simulator von InkCraft legst du jeden Drachen dieser Seite in 3D auf Arm, Rücken oder Rippen, direkt im Browser, und drehst die Ansicht, bis du siehst, ob der Kopf bei hängendem Arm nach vorn zeigt oder in der Achsel verschwindet.

Teste es auf deiner Haut, bevor du dich festlegst

InkCraft legt jede dieser Vorlagen auf ein Foto von dir, angepasst und um die Körperstelle gewölbt, die du wählst, damit du urteilen kannst, bevor es für immer ist.

Oder probier es zuerst im Browser aus: kostenlos, ohne Download