Tattoo-Ideen

Kirschblüte-Tattoo: Bedeutung und Schwarz-Weiß

70 originale Vorlagen zum Thema Kirschblüte, für InkCraft gezeichnetVon Aktualisiert am

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Eine Woche blüht der Baum, dann fallen die Blüten, noch vollkommen, statt zu welken: Davon handelt jedes Kirschblüte-Tattoo. Der Zweig ist eines der wenigen Motive, die auf einer Rundung besser aussehen als flach, und die fallenden Blütenblätter, die oft weggelassen werden, tragen die eigentliche Bedeutung.

Tippe auf eine Vorlage, um sie im Simulator auf deiner eigenen Haut zu sehen, ohne Anmeldung.

Diese Serie aus 70 Vorlagen zum Motiv Kirschblüte, in Zahlen

Vertretene Stile
illustrativ (17), japanisch (16), Neo Traditional (10), Old School (7), Linework (5), Dotwork (3)
Schwarz-Grau oder Farbe
41 % in Schwarz-Grau, 59 % in Farbe
Meist zusammen gezeichnet mit
Blume, Blatt, Welle, Koi

Gezählt über die 70 Vorlagen auf dieser Seite. Alle wurden für InkCraft gezeichnet; keine ist kopiert oder weiterverbreitet. Du darfst diese Zahlen zitieren, wenn du auf diese Seite verlinkst.

Kirschblüte als Tattoo: die Bedeutung

Die Kirschblüte bedeutet Vergänglichkeit, und sie sagt es direkter als fast jede andere Blume. Sakura blühen ungefähr eine Woche und fallen dann, solange sie noch vollkommen sind, statt am Zweig zu verwelken, und so steht die Blüte für ein Leben, das schön ist, weil es kurz ist, nicht obwohl. Darin liegt die ganze Lesart, und alles andere folgt daraus. Der Dichter Ariwara no Narihira fasste das im 9. Jahrhundert in ein Kurzgedicht, das in Japan bis heute zitiert wird: Gäbe es keine Kirschblüten auf der Welt, wie ruhig wäre das Herz im Frühling.

Darum gehört sie zu den häufigsten Blumen für ein Gedenktattoo, aber für eine bestimmte Art von Abschied. Zu jemandem, der jung oder plötzlich gestorben ist, passt sie weit besser als zu einem Menschen, der ein langes Leben hatte. Fallende, verwehte Blütenblätter tragen diese Bedeutung; ein Zweig in voller, unberührter Blüte trägt sie nicht, und dieser Unterschied ist die wichtigste Entscheidung am ganzen Entwurf. In Doris Dörries Film „Kirschblüten – Hanami“ von 2008 reist ein Witwer, gespielt von Elmar Wepper, nach dem plötzlichen Tod seiner Frau in das Land, das sie immer sehen wollte, mitten in die Zeit der Kirschblüte, und wer den Film kennt, liest das Motiv leicht als Trauer, die etwas nachholt.

In Japan reicht die Verbindung tiefer als jedes Gefühl. Mono no aware, die leise Rührung über die Vergänglichkeit der Dinge, ist eine Grundidee der japanischen Ästhetik, und Hanami, das gemeinsame Betrachten der Blüte unter den Bäumen, ist ein Ritual für das ganze Land, gerade weil das Fenster so kurz ist; jedes Frühjahr wird die Kirschblütenfront verfolgt, die von Süden nach Norden über die Inseln zieht. Auch in Deutschland hat das Fest Wurzeln geschlagen: In der Bonner Altstadt wird die Heerstraße im April zu einem rosa Tunnel, und Hamburg feiert mit der japanischen Gemeinde jedes Frühjahr ein Kirschblütenfest mit Feuerwerk über der Alster. Wer die japanische Kirschblüte meint, meint also eine Erinnerung im Kalender, die jedes Jahr wiederkehrt, und kein Ornament.

Die chinesische Tradition setzt den Akzent anders. Dort ist die wichtigere Blüte die der Winterpflaume, meihua, die in der Kälte vor dem Frühling aufbricht und deshalb für Ausdauer steht; sie ist eine der Vier Edlen der chinesischen Malerei, neben Bambus, Orchidee und Chrysantheme, und für eine chinesische Fassung meist die treffendere Wahl: ein knorriger, dunkler Ast mit runden Blüten im Stil der Tuschmalerei. Der Kolibri neben der Kirschblüte ist dagegen eine westliche Erfindung. Kolibris leben nur in Amerika und begegnen einer japanischen Kirsche in der Natur nie, bringen aber Leichtigkeit und Freude ins Bild, und wer das Paar japanischer halten möchte, nimmt stattdessen den Japanbrillenvogel, den kleinen grünen Mejiro, der im Frühling tatsächlich Nektar aus Kirschblüten trinkt. Und schließlich ist die Kirschblüte ein Füllmotiv wie kaum ein anderes: Im japanischen Stil tragen Blüten und Windbalken die Komposition um eine Hauptfigur herum, weshalb sie neben Tigern, Kois, Schlangen und Schädeln so oft auftaucht.

Woher das Motiv kommt

Seit der Heian-Zeit steht die Kirschblüte im Zentrum der japanischen Dichtung; damals verdrängte sie die Pflaumenblüte, die in der älteren Lyrik gemeint war, wenn nur von „der Blüte“ die Rede war. Utagawa Hiroshige und andere Meister des Farbholzschnitts setzten blühende Kirschen im 19. Jahrhundert in ihre Ansichten von Edo, und in das Irezumi kam die Blüte über dieselbe Holzschnitt-Tradition, die auch Tiger und Drachen lieferte: als Fläche aus Blüten und Windbalken, die um eine Hauptfigur herum die Komposition trägt. Die Verbindung mit den Samurai, ein Leben, das auf seinem Höhepunkt enden soll statt zu verfallen, ist die Lesart, die im Westen am häufigsten zitiert wird. Verstärkt hat sie vor allem der Nationalismus des 20. Jahrhunderts, bis zu den Kamikaze-Fliegern, deren Raketenflugzeug den Namen Ōka trug, Kirschblüte, und in der älteren Dichtung ist sie weit weniger zentral, als sie meist dargestellt wird.

So findest du deine Version

  • Ein Zweig will eine lange, gebogene Fläche, und er gehört zu den wenigen Entwürfen, die auf einer Rundung wirklich gewinnen: Unterarm, Schlüsselbein, die Linie der Rippen, die Wade hinunter. Über die Schulter gelegt, wächst er vom Schulterblatt nach vorn bis zum Schlüsselbein, und am Arm darf er sich einmal um den Oberarm drehen. Eine flache Fläche ist hier der Kompromiss, nicht das Ideal.
  • Einzelne Blüten sind kleine Formen aus fünf Blättern, und kleine Formen mit Innenzeichnung laufen zuerst zu. Ein Zweig voller Blüten unter etwa zehn Zentimetern wird binnen weniger Jahre zu einer Reihe grauer Punkte. Für eine kleine Kirschblüte nimm wenige große Blüten statt vieler kleiner, und achte auf das Erkennungszeichen: Jedes Blütenblatt der Kirsche hat an der Spitze eine kleine Kerbe, das der Pflaume nicht. Von den 70 Vorlagen auf dieser Seite sind 17 illustrativ, 16 im japanisch-asiatischen Stil und 10 Neo Traditional, dazu 7 Old School, 5 Linework und je drei in Dotwork, Watercolor und Fine Line sowie einzelne in Irezumi, Blackwork, Geometrie, Minimalismus, Flash und Patchwork.
  • Rosa oder Schwarz-Weiß ist weniger eine Frage des Geschmacks als der Haut und der Zeit. Form und fallende Blütenblätter tragen die Bedeutung auch ohne Farbe, und eine Kirschblüte in Black and Grey, mit ausgesparter Haut in den Blüten und weichem Grau zur Mitte hin, altert ruhiger als zartes Rosa, das als helle Farbe früher verblasst. Wer Rosa will, lässt es auf einer feinen schwarzen Kontur sitzen. Und lass die verwehten Blütenblätter nicht weg: Fast ohne Mehraufwand tragen sie die eigentliche Bedeutung und lösen das Problem eines Zweigs, der sonst abrupt am Rand des Entwurfs endet.

Größe, Preis und Körperstelle

Wie groß es wird und was es kostet

Ein kleiner Zweig mit ein paar Blüten misst zehn bis zwölf Zentimeter und ist in etwa zwei Stunden fertig. Der Preis wächst mit der Zahl der Blüten, nicht mit der Fläche, weil jede Blüte eine eigene kleine Zeichnung ist, und deshalb kann ein langer, zarter Zweig den Unterarm hinunter mehr kosten als ein einzelnes größeres Motiv. Mit Kolibri oder Vogel kommt eine weitere Stunde dazu, mit Farbe noch einmal Zeit für die Schichten.

Wo es gut sitzt und wie weh es tut

Das Motiv sucht die Rundung: Unterarm, Schlüsselbein, Rippen, Wade, die Schulter samt Schlüsselbein. Schlüsselbein und Rippen sind die schmerzhaften Stellen und zugleich die beiden, die am besten zur Form passen. Am Arm ist die Außenseite des Unterarms gut auszuhalten, die Innenseite des Oberarms empfindlicher, und über der Schulterhöhe liegt die Nadel direkt auf dem Knochen.

Was du im Studio fragen solltest

  • Nehmen wir verwehte Blütenblätter mit hinein? Gerade sie tragen die Bedeutung, und sie kosten kaum Zeit.
  • Wird es Kirsche oder Pflaume? Beide sehen sich ähnlich, und die Kerbe in den Blütenblättern entscheidet, welche es ist.
  • Wie viele Blüten verträgt meine Größe, und sind wenige große in zehn Jahren lesbarer als viele kleine?

Preise hängen stark vom Studio und von der Region ab; lies diese Angaben als Sitzungsdauer, nicht als Kostenvoranschlag, und rechne bei jedem kleinen Motiv mit dem Mindestpreis des Studios.

Häufige Fragen

Was bedeutet eine Kirschblüte als Tattoo?

Vergänglichkeit und die Schönheit, die gerade in ihr liegt. Die Blüten fallen auf ihrem Höhepunkt, statt zu welken, und das Motiv steht deshalb für ein kurzes, schönes Leben, für einen Abschied oder für den Vorsatz, den Augenblick nicht zu verpassen. Fallende Blütenblätter machen die Bedeutung deutlich.

Was bedeutet die japanische Kirschblüte?

In Japan ist Sakura das Bild für mono no aware, die Rührung über das Vergehen der Dinge, und jedes Frühjahr Anlass für Hanami, das gemeinsame Betrachten der Blüte. Dazu kommt die spätere Verbindung mit den Samurai und dem Gedanken, auf dem Höhepunkt zu gehen, die im 20. Jahrhundert politisch aufgeladen wurde. Im Alltag ist sie dort auch ein Zeichen für Neuanfänge, denn Schuljahr und Geschäftsjahr beginnen in Japan im April.

Kirschblüte in Schwarz-Weiß oder in Farbe?

Beides funktioniert, weil die Form das Motiv trägt. Schwarz-Weiß altert ruhiger und passt zu Blackwork, Fine Line oder Dotwork; Rosa wirkt frischer, verblasst als helle Farbe aber früher und braucht dann eine Auffrischung. Ein Mittelweg ist ein schwarz-grauer Zweig mit wenigen rosa Akzenten in den Blütenmitten.

Was bedeutet ein Kolibri mit Kirschblüte?

Leichtigkeit, Freude und einen Augenblick, der gleich vorbei ist. Der Kolibri, der im Schwirrflug fast reglos vor der Blüte steht, steht für Lebensfreude und Energie, die Kirschblüte für Vergänglichkeit, und zusammen sagen sie, das Kurze auszukosten. In der Natur treffen sich die beiden nie, weil Kolibris nur in Amerika leben; wen das stört, nimmt den Japanbrillenvogel, der wirklich an Kirschblüten trinkt.

Wie klein darf eine Kirschblüte sein?

Eine einzelne Blüte mit fünf klaren Blättern hält schon ab etwa zwei Zentimetern, hinter dem Ohr, am Handgelenk oder am Knöchel. Ein Zweig braucht mehr, etwa zehn Zentimeter, damit die Blüten nicht ineinanderlaufen; für eine kleine Fassung genügen drei Blüten an einem kurzen Ast und zwei fallende Blütenblätter.

Kirschblüte oder Pflaumenblüte – woran erkenne ich den Unterschied?

An den Blättern und am Ast. Kirschblütenblätter haben an der Spitze eine kleine Kerbe, und die Blüten hängen oft an langen Stielen in Büscheln; Pflaumenblüten sind rund und sitzen einzeln und dicht am knorrigen Ast. In Japan steht die Kirsche für Vergänglichkeit, die Pflaume, die schon im Winter blüht, für Ausdauer.

Wie probiere ich eine Kirschblüte-Vorlage an meiner Schulter aus?

Mit einem Foto deiner Schulter von schräg vorn. Im Tattoo-Simulator von InkCraft legst du jede Kirschblüte dieser Seite in 3D auf deine Haut, direkt im Browser, und siehst, ob der Ast dem Schlüsselbein folgt und die fallenden Blütenblätter noch Platz bis zur Brust haben.

Teste es auf deiner Haut, bevor du dich festlegst

InkCraft legt jede dieser Vorlagen auf ein Foto von dir, angepasst und um die Körperstelle gewölbt, die du wählst, damit du urteilen kannst, bevor es für immer ist.

Oder probier es zuerst im Browser aus: kostenlos, ohne Download